Am Weg zur Trau­ung für al­le

Plu­ra­li­tät macht auch vor den Re­li­gio­nen nicht halt.

Kleine Zeitung Kaernten - - Tribüne - Mo­ni­ka Schach­ner

Nein, das ei­ne Glau­bens­kon­zept für al­le gibt es nicht (mehr). In den ver­gan­ge­nen Jah­ren und Jahr­zehn­ten ha­ben nicht nur vie­le Wel­t­an­schau­un­gen und noch viel mehr Mei­nun­gen in un­se­rer Ge­sell­schaft ih­ren Platz ge­fun­den. Und das schlägt auch auf die Glau­bens­ge­mein­schaf­ten durch.

Dass das ei­ne Her­aus­for­de­rung ist, zeigt der­zeit die De­bat­te über die Trau­ung für al­le – al­so auch für ho­mo­se­xu­el­le Paa­re – in der evan­ge­li­schen Kir­che. Na­tür­lich ist da­bei die Fra­ge „Was ist theo­lo­gisch be­gründ­bar, was ist gott­ge­wollt?“zen­tral. Der Theo­lo­gi­sche Aus­schuss der Kir­che hat mitt­ler­wei­le Ja zur Trau­ung für al­le ge­sagt. Trotz­dem dürf­te die Kir­che ei­ne sa­lo­mo­ni­sche Ent­schei­dung tref­fen: Die Ge­mein­den kön­nen, sie müs­sen aber kei­ne Trau­un­gen ab­hal­ten.

Ja, Plu­ra­li­tät ist for­dernd, sie zu er­rei­chen oft lang­wie­rig – auch, um Min­der­hei­tenStand­punk­te (egal ob tra­di­tio­nell oder li­be­ral) nicht un­ter den Tisch fal­len zu las­sen. Doch es führt kein Weg da­ran vor­bei.

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