„Es schien al­les kor­rekt“

Schritt für Schritt soll sich Mar­git T. das Ver­trau­en ih­rer Kli­en­ten er­schli­chen ha­ben, um sie um Geld zu bit­ten.

Kleine Zeitung Kaernten - - Kärnten - Clau­dia Lux

Für ein­ein­halb Jah­re war ei­ne Kärnt­ne­rin (Na­me der Re­dak­ti­on be­kannt) 2011 we­gen Pa­nik­at­ta­cken in Be­hand­lung bei Mar­git T. „Sie war sym­pa­thisch. Die Rei­ki-Be­hand­lun­gen wa­ren ent­span­nend und ha­ben 25 Eu­ro ge­kos­tet“, er­zählt sie.

Da­bei ließ T. Hin­wei­se zu ih­ren hell­se­he­ri­schen Fä­hig­kei­ten fal­len. „Sie wuss­te zum Bei­spiel, dass mein Freund Mo­tor­rad fährt. Und dass wir uns bald tren­nen wer­den.“Schnell fass­te die Frau Ver­trau­en. „T. er­zähl­te von ih­rer me­di­zi­ni­schen Aus­bil­dung und von ih­rem chi­ne­si­schen Rei­ki-Meis­ter. Al­les schien kor­rekt. Sie hat so­gar Kar­tei­kar­ten von Kli­en­ten ge­habt.“

Ganz ne­ben­bei wur­den auch Pro­ble­me er­wähnt. „Dass das Au­ra-Le­sen ei­ne Be­las­tung sei, wenn man im All­tag übe­r­all sieht, wer krank ist.“T. er­zähl­te auch, dass sie selbst an Krebs er­krankt sei. „Als der Kon­takt dann ab­rupt ab­brach, dach­te ich, sie sei ge­stor­ben. Da­bei war sie eh ge­sund. Man hat ihr nur den La­den we­gen Be­trug zu­ge­dreht.“

FO­TO­LIA/JUSTYLE

Die Ta­ge­buch­auf­zeich­nun­gen der er­mor­de­ten Pen­sio­nis­tin zeich­nen ein un­fass­ba­res Bild ei­nes jah­re­lan­gen Be­trugs

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