„Haus­ärz­te sind für die Pa­ti­en­ten un­ver­zicht­bar“

En­de No­vem­ber ta­gen rund 2000 All­ge­mein­me­di­zi­ner in der Gra­zer Stadt­hal­le. Dr. Stephanie Pog­gen­burg, Ärz­tin für All­ge­mein­me­di­zin in Hart bei Graz, er­klärt, wie­so der haus­ärzt­li­che Be­ruf in ih­ren Au­gen nicht weg­zu­den­ken ist.

Kleine Zeitung Kaernten - - Gesundheit -

Un­ter dem Mot­to „Vi­si­on All­ge­mein­me­di­zin“ver­sam­meln sich von 28. bis 30. No­vem­ber zahl­rei­che Me­di­zi­ner, um sich über ak­tu­el­le Er­kennt­nis­se, Fort­bil­dungs­mög­lich­kei­ten und Her­aus­for­de­run­gen der All­ge­mein­me­di­zin aus­zu­tau­schen. Die­ses Jahr im Mit­tel­punkt: Die Zu­kunft des haus­ärzt­li­chen Be­ru­fes.

Ei­ne kla­re Vi­si­on zur All­ge­mein­me­di­zin von mor­gen hat Stephanie Pog­gen­burg, prak­ti­zie­ren­de Haus­ärz­tin in der ein­zi­gen Kas­sen­stel­le in Hart bei Graz: „Für den Pa­ti­en­ten wird der Haus­arzt im­mer die ers­te An­lauf­stel­le blei­ben, wenn es um die ei­ge­ne Ge­sund­heit geht.“

Als Prä­si­di­ums­mit­glied der Ös­ter­rei­chi­schen Ge­sell­schaft für All­ge­mein­me­di­zin ist sie zu­dem Mi­t­au­to­rin des Mas­ter­plans All­ge­mein­me­di­zin, ei­nem Maß­nah­men­pa­ket zur Si­cher­stel­lung der haus­ärzt­li­chen Ver­sor­gung. Die Her­aus­for­de­run­gen ih­res Ar­beits­all­tags

nimmt sie ger­ne auf sich. „Selbst wenn das Ar­beits­ge­biet gern als ‚old fa­shio­ned‘ be­zeich­net wird – mir ist be­wusst, dass für die Pa­ti­en­ten die per­sön­li­che Be­treu­ung un­ver­zicht­bar ist.“

Bin­dung zum Pa­ti­en­ten. „Pa­ti­en­ten wün­schen sich ei­nen Haus­arzt, der über Nö­te und Ängs­te Kennt­nis hat und ih­re lang­jäh­ri­ge me­di­zi­ni­sche Vor­ge­schich­te kennt“, er­klärt Stephanie Pog­gen­burg. Der Hil­fe­su­chen­de sei kei­ne Num­mer im Sys­tem, son­dern ein be­kann­tes Ge­sicht, auf des­sen Wün­sche ein­ge­gan­gen wer­den kön­ne. „Ge­nau dar­um ist die Haus­arzt­me­di­zin wun­der­schön und ‚vi­sio­när‘. Weil sie in Zei­ten des zu­neh­men­den me­di­zi­ni­schen Fort­schritts und der Di­gi­ta­li­sie­rung das Wich­tigs­te wei­ter­hin in den Vor­der­grund rückt: Die In­di­vi­dua­li­tät, Ganz­heit und Kom­ple­xi­tät des Pa­ti­en­ten.“

Haus­arzt wich­ti­ger denn je. Schuld an dem zu­neh­men­den Haus­arzt­man­gel sei­en laut Pog­gen­burg auch die un­at­trak­ti­ven Rah­men­be­din­gun­gen.

„Es braucht ei­ne Auf­wer­tung haus­ärzt­li­cher Leis­tun­gen, ei­ne Er­leich­te­rung or­ga­ni­sa­to­ri­scher Aspek­te und die Gleich­stel­lung der Haus­arzt­me­di­zin durch den Fach­arzt­sta­tus.“

Im Vor­stand der Stei­ri­schen Aka­de­mie für All­ge­mein­me­di­zin en­ga­giert, war Stephanie Pog­gen­burg auch an der Pla­nung des dies­jäh­ri­gen Kon­gres­ses für All­ge­mein­me­di­zin be­tei­ligt.

Das Gro­ßevent bie­tet zahl­rei­che Fort­bil­dungs­mög­lich­kei­ten und soll auch auf die Wich­tig­keit des Ar­beits­ge­bie­tes auf­merk­sam ma­chen.

zum 50. Kon­gress für All­ge­mein­me­di­zin un­ter: www.sta­fam.at

Für Dr. Stephanie Pog­gen­burg, Haus­ärz­tin in Hart bei Graz, ist es es­sen­zi­ell, den Pa­ti­en­ten in sei­ner Ge­samt­heit wahr­zu­neh­men

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