Kdols­ky: „Für FPÖ wür­de ich es nicht ma­chen“

Mit­ter­leh­ner soll in Buch ne­ben grund­sätz­li­chen Fra­gen auch Ablauf sei­ner De­mon­ta­ge skiz­zie­ren.

Kleine Zeitung Steiermark - - POLITIK - Micha­el Jung­wirth

Sind die Ne­os die neue An­dock­sta­ti­on für ent­täusch­te Ex-övp-po­li­ti­ker? Heu­te tritt Ne­os-chefin Bea­te Meinl-rei­sin­ger vor die Pres­se, um zu ver­kün­den, dass sich auch die Ne­os der Pfle­ge­the­ma­tik in­ten­si­ver an­neh­men wol­len. Mit an Bord ist Ex-övp-ge­sund­heits­mi­nis­te­rin Andrea Kdols­ky, die sich als Ge­sund­heits­be­ra­te­rin selbst­stän­dig ge­macht hat. Ob ihr Auf­tritt auch ein po­li­ti­sches State­ment sei? „Nein“, weist Kdols­ky Spe­ku­la­tio­nen zu­rück. „Ich tre­te als rei­ne Ex­per­tin auf, die sich seit Jahr­zehn­ten in­ten­siv mit der Ma­te­rie be­fasst hat.“Sie wer­de auch kei­ne po­li­ti­schen Aus­sa­gen tä­ti­gen. Kdols­ky er­klärt auf Nach­fra­ge, dass sie ihr Wis­sen auch der ÖVP, SPÖ oder den Grü­nen zur Ver­fü­gung stel­len wür­de. Auch der FPÖ? „Si­cher nicht. Ich neh­me mir her­aus, dass ich mei­nem Ge­wis­sen treu blei­be. Das ist ei­ne Struk­tur, die ich zu­tiefst ab­leh­ne. Für die FPÖ wür­de ich es nicht ma­chen.“

Es soll kei­ne Abrech­nung wer­den“, ver­si­chert EX-ÖVP-CHEF Rein­hold Mit­ter­leh­ner im Ge­spräch, „aber ich wer­de schon mei­ne Sicht der Be­rät Ne­os: Kdols­ky Din­ge dar­le­gen.“Am 18. April er­scheint Mit­ter­leh­ners au­to­bio­gra­fisch an­ge­leg­tes Buch „Hal­tung“(Eco­win-ver­lag), De­tails will der ehe­ma­li­ge Vi­ze­kanz­ler nicht ent­hül­len. Ne­ben grund­sätz­li­chen Über­le­gun­gen über die Her­aus­for­de­rung der Po­li­tik im Zeit­al­ter von Glo­ba­li­sie­rung und Po­pu­lis­mus soll Ge­rüch­ten zu­fol­ge auch Mit­ter­leh­ners De­mon­ta­ge durch sei­nen Nach­fol­ger Se­bas­ti­an Kurz do­ku­men­tiert wer­den. Seit Lan­gem wird ja un­ter Po­lit­be­ob­ach­tern da­der Mit­ter­leh­ners neu­es Buch rü­ber ge­rät­selt, ob es zwi­schen Mit­ter­leh­ner und Kurz ei­nen De­al über ei­nen Wech­sel ge­ge­ben ha­be.

Un­ge­wöhn­li­cher Ter­min heu­te Vor­mit­tag: In­nen­mi­nis­ter Her­bert Kickl (FPÖ) und Auf­de­cker Pe­ter Pilz (Jetzt) se­hen sich vor Ge­richt. Pilz hat­te Kickl we­gen der Bvt-raz­zia un­ter­stellt, er sei „ei­ne Gefahr für die öf­fent­li­che Si­cher­heit“. In­des hat sich das In­ter­es­se des Auf­de­ckers auf den zu­letzt auf­ge­tauch­ten „Övp-gift­schrank“im BVT ver­la­gert. An­geb­lich ge­be es, so Pilz, nicht nur Lis­ten mit den Da­ten von Rich­tern, son­dern auch von Jour­na­lis­ten.

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