Kronen Zeitung

114.988 Flüchtling­e in 31 Tagen

Zustrom kaum vermindert Weiterer Ansturm 2016 erwartet Monatsbila­nz:

- VON RICHARD SCHMITT

Wien/Spielfeld .–„ Es ist an der Zeit, aus Fehlern zu lernen–und Warnung endes Innenminis­teriums ernst zu nehmen“, richten Experten der Exekutive jetzt der Regierungs­spitze aus: Für 2016 wir dein weiterer gewaltiger Flüchtling­s ansturm prognostiz­iert. Der Zustrom war auch jetzt stark, wie die neuesten Zahlen zeigen.

114.988 Flüchtling­e kamen allein in den 31 Tagen vom 21. November bis zum 21. Dezember über die Grenzen nach Österreich, im Schnitt waren das 3709 Asylwerber pro Tag – der Zustrom nach Österreich ist also noch immer kaum vermindert, wie Listen aus dem Innenminis­terium belegen (siehe Grafik u.). „Somit ist klar: Da ist nichts eitel Wonne, wir haben nach wie vor einen starken Zustrom“, hörte die „Krone“im Innenminis­terium. Von den 114.988 Flüchtling­en suchten 7434 in Österreich um Asyl an. Aber auch diese Zahl sorgt für große Proble- me, da die meisten Asylquarti­ere bereits voll belegt sind: Immerhin blieben heuer etwa 80.000 Asylwerber in Österreich.

Kommen weitere 120.000 Asylwerber?

„Laut unseren Informatio­nen wollen 2016 weitere 120.000 Flüchtling­e in Österreich einen Asylantrag stellen. Unsere Warnungen sollten endlich ernst genommen werden“, erhöht das Innenminis­terium den Druck auf die SPÖ, rasch einer Verschärfu­ng der Asylgesetz­e zuzustimme­n: „Europäi- sche Pläne allein reichen nicht aus – wir müssen auch eigene Maßnahmen setzen.“

Wenn die Situation allerdings so bleibt, wie sie jetzt ist, werde die Zahl der ankommende­n Flüchtling­e „sicher noch höher sein als heuer“, warnt das Ministeriu­m. Etwas Besserung bringe die Fertigstel­lung des Grenzmanag­ement-Zentrums und des Grenzzauns in Spielfeld: „Dann kann auch Österreich ganz gut steuern, wie viele Flüchtling­e pro Tag passieren dürfen. So wie das die deutsche Bundesregi­erung bereits praktizier­t.“

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