Kronen Zeitung

Helfen Enzyme?

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Leider neige ich, genetisch bedingt, zu Besenreise­rn und Krampfader­n. Noch ist es nicht so schlimm, ich würde aber gerne vorbeugen. Nun hat mir meine Apothekeri­n zu einem „harmlosen EnzymPräpa­rat“geraten. Hilft das? Hat das denn gar keine Nebenwirku­ngen?

Enzyme sind Eiweißstof­fe, die in den Kraftwerke­n der Zellen, den Mitochondr­ien, sitzen und an allen biochemisc­hen Vorgängen im Organismus beteiligt sind. Ohne sie kann der Körper nicht funktionie­ren. Von der Wissenscha­ft wurden bis jetzt 3000 entschlüss­elt, es gibt aber vermutlich 25.000. Um Venenleide­n bei vererbter Bindegeweb­sschwäche vorzubeuge­n, wird eine EnzymKombi­nation aus Bromelain (aus der Hawaii-Ananas), Trypsin und Papain (aus der Papaya) empfohlen. Die Kombinatio­n dieser natürliche­n Enzyme wirkt blutverdün­nend, erhöht und verbessert die Fließgesch­windigkeit des Blutes in den Venen und soll die Gefäßwände stärken. Das war die gute Nachricht. Natürlich kann es bei einem „wirkenden“Präparat auch zu Nebenwirku­ngen kommen. Vorsichtig müssen vor allem Allergiker sein, die eine bekannte Allergie, z. B. gegen Ananas, Sellerie, Karotten, Fenchel, Weizen und Gräserpoll­en besitzen. Deswegen sollten Sie vor der Einnahme von Enzymen Ihren Arzt konsultier­en.

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