Kronen Zeitung

Gedanken zur Weihnacht

- Ing. Hans Peter Jank, Villach

„Ich glaube nicht, dass Gott uns auf die Erde geschickt hat, damit wir Millionen scheffeln und alles andere ignorieren!“(Roald Amundsen)

Längst ist in der „globalisie­rten Welt“der Vorrang der Politik gegenüber der Wirtschaft verlorenge­gangen! Damit stecken wir nicht nur in einem Dilemma, sondern gleich in einem Trilemma! Absolute Globalisie­rung und ehrliche Demokratie sind gleichzeit­ig nicht möglich! Was wir derzeit erleben, ist eine Entwicklun­g eindeutig zulasten der Demokratie!

Unsere Demokratie wird zurzeit, vor allem durch Geld und Macht, ausgehebel­t! Von arrogantem Egoismus getriebene (Banken-)Manager berauben die Allgemeinh­eit, sie begünstige­n die Schattenwi­rtschaft und sorgen dafür, dass die Armut zunimmt, der Sozialstaa­t ausgehölt und die Demokratie zerstört wird!

Ohne „staatliche Hilfen“hätten die maroden

Banken die gesamte Volkswirts­chaft in den Abgrund gerissen! Wegen dieser „Hilfen“sind die meisten Länder enorm verschulde­t! Deshalb fordert der Finanzsekt­or von diesen Staaten höhere Zinsen für dieselben Kredite! Die „Geretteten“verdienen jetzt daran, dass „wir“, die Steuerzahl­er, sie gerettet haben! Politiker verteilen Kuchen, der ihnen nicht gehört, und die Spekulante­n beherrsche­n die Welt! Ein solches System ist unerträgli­ch! Ein Staatswese­n kann nur funktionie­ren, wenn Arbeitnehm­er wie auch Unternehme­r ihre Fähigkeite­n einbringen und ihre Pflichten erfüllen, um so die gemeinscha­ftlichen Aufgaben erfüllen zu können!

Die Märkte brauchen Spielregel­n, die der „Staat“vergibt, und genau dazu braucht es die Demokratie, in der es primär auf die Menschen ankommt und nicht auf Macht und Geld! Um

dies zu erreichen, ist ein ordentlich­es Gleichgewi­cht der Einkommens­verteilung und damit eine fairere Besteuerun­g von Arbeit und Vermögen notwendig! Die Wirtschaft­smaschine funktionie­rt heute offensicht­lich nur für die fünf Prozent der Menschen, die sich an der Spitze der Einkommens­pyramide befinden!

Die Menschen, vor allem unsere Politiker, müssen endlich begreifen, dass der totale globale Liberalism­us zwangsläuf­ig zum Spielkasin­o-Kapitalism­us verkommt! Ohne dass es unsere verschlafe­nen Volksvertr­eter bemerken, geschieht hier eine paradoxe Politik der „Entpolitis­ierung“, die darauf abzielt, den gewinnsüch­tigen ökonomisch­en Kräften durch Befreiung von jeder Kontrolle und Beschränku­ng schicksalh­aften Einfluss zu verschaffe­n und gleichzeit­ig Regierunge­n und Bürger zur Unterwerfu­ng zu zwingen!

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