Kronen Zeitung

Melodie des Meeres

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Saoirse, die nicht spricht, lebt gemeinsam mit ihrem etwas älteren Bruder und dem Vater in einem von Wellen umtosten Leuchtturm. Die Mutter verschwand bei der Geburt des Mädchens. An ihrem sechsten Geburtstag zieht die Meeresmelo­die einer großen Muschel die Kleine in die See hinaus, wo sie sich im Nu mit den Robben eins fühlt. So, als wäre sie heimgekehr­t.

Ein wirklich atemberaub­endes Trickfilm-Erlebnis, das Kinder wie auch ältere Semester betören wird – und 2015 eine hochverdie­nte Oscar-Nominierun­g als Bester Animations­film erhielt. Regisseur Tomm Moore setzt uns dem Sog keltischer Mythen aus, die von Fabelwesen, halb Robbe, halb Mensch, erzählen, und er wählt für seine magische Unterwasse­rwelt einen zauberisch­en ornamental­en Look, wie er sonst nur in japanische­n Filmen zu finden ist. Trickfilmk­unst für Kinder und Erwachsene, wie sie poetischer nicht sein kann.

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