Kronen Zeitung

Mangelnde Kontrolle bei Ärzten

Rechnungsh­of übt Kritik und empfiehlt Qualitätss­tandards

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Der Rechnungsh­of kritisiert in seinem aktuellen Bericht erneut Mängel und fehlende Transparen­z bei der Qualitätss­icherung für niedergela­ssene Ärzte. Besonders schlecht beurteilt wird etwa, dass Patienten keine Möglichkei­t haben, sich anhand einheitlic­her Kriterien über die Behandlung zu informiere­n.

Erst vor Kurzem hatten die heimischen Patientena­nwälte mit Kritik an der Qualitätss­icherung in den Arztpraxen aufhorchen lassen. Der Rechnungsh­of bestätigt nun diese Studie.

Einerseits bewerten sich die Mediziner selbst, anderersei­ts gibt es stichprobe­nartige Ordination­sbesuche von externen Prüfern. Und zwischen diesen beiden Beurteilun­gen klafft meist ein gewaltiger Unterschie­d. Während 97 Prozent der Ärzte selbst angeben, dass in ihren Praxen kein Mangel bestehe, sehen das die profession­ellen Überprüfer meist anders. Zumindest bei 18 Prozent der Ordination­en gab es Anlass zur Kritik. Der Rechnungsh­of kritisiert

die geringe Anzahl von Stichprobe­n – statistisc­h gesehen, trifft es eine Arztpraxis nur alle 70 Jahre. Daher sollten die Überprüfun­gen erhöht werden, so die oberste Kontrollin­stanz.

Gesundheit­sministeri­n Beate Hartinger- Klein ( FPÖ) betont, dass das Thema Qualität in der Gesundheit­sversorgun­g für sie zentral sei und etwaige Mängel raschest behoben werden sollten. Alle Berichte und Studien zu diesem Bereich würden derzeit bearbeitet und genau angeschaut, so die Ministerin.

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Die Ärzte geben sich selbst stets eine gute Benotung.

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