Tschai­kow­sky – vom Feins­ten!

Mu­sik­ver­ein: Se­myon Bych­kov, Ren­aud Ca­puçon, Tsche­chen Der zwei­te Tschai­kow­sky ge­wid­me­te Abend der Tsche­chi­schen Phil­har­mo­nie im Mu­sik­ver­ein: Un­ter Se­myon Bych­kovs sou­ve­rä­ner Lei­tung zeig­ten sich die Pra­ger von ih­rer ful­mi­nan­ten Sei­te. Und im Mit­tel­punkt

Kronen Zeitung - - KULTUR - Karl­heinz Ro­schitz

Die Brü­der Ren­aud und Gau­tier Ca­puçon sind im Mu­sik­ver­ein qua­si zu Hau­se. Und be­wei­sen in je­dem Kon­zert er­neut die Qua­li­tä­ten ih­res Mu­si­zie­rens.

Hier trumpf­te der Gei­ger Ren­aud im Vio­lin­kon­zert D-Dur mit tech­ni­scher Per­fek­ti­on und höchs­ter Ele­ganz des Mu­si­zie­rens auf. Kraft­voll führt er den Bo­gen, lässt die schwel­ge­ri­sche Me­lo­dik strah­len, schaut stets auf idea­le Ba­lan­ce

mit dem von Bych­kov mit ro­man­ti­scher Üp­pig­keit ge­führ­te n Orches­ter. Zart und in­nig die Can­zo­net­ta (höchst de­li­kat die Holz­blä­ser), voll Lei­den­schaft das tän­ze­ri­sche Fi­na­le.

Da­nach prä­sen­tier­te Bych­kov sei­ne Pra­ger Mu­si­ker mit der 6. Sym­pho­nie (h-Moll). Ei­ne in For­men und Far­ben per­fekt aus­ba­lan­cier­te Wie­der­ga­be: Kunst­voll ent­fal­tet Bych­kov

ein Pan­ora­ma zwi­schen ge­lös­ter Hei­ter­keit, mar­tia­li­scher Mar­sch­at­mo­sphä­re und der tie­fen Me­lan­cho­lie des Fi­nal­sat­zes, der Tschai­kow­skys „See­len­zu­stand“wie­der­gibt. Das Pu­bli­kum ju­bel­te be­geis­tert.

Gei­ger Ren­aud Ca­puçon

Se­myon Bych­kov

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.