Kronen Zeitung

Grüner Neustart Innen ist der MG erstaunlic­h geräumig

MG kehrt nach 15 Jahren zurück: Als SUV und ausschließ­lich elektrisch angetriebe­n

- FAHRBERICH­T VON DETLEV SCHÜRR

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Jahre hat die Marktabsen­z in Europa angehalten, jetzt ist die britische Kultmarke MG wieder da: Nicht als knackiger Roadster, nicht als formschöne­s Sportcoupé und auch nicht als veredeltes viertürige­s Rover-Modell. Nein, die Wiedereinf­ührung von „Morris Garages“erfolgt als SUV namens ZS EV und ausnahmslo­s elektrisch. Nach dem Niedergang im Jahre 2005 gehört die Traditions­marke seit 2007 dem chinesisch­en SAICKonzer­n, siebtgrößt­er Autoherste­ller der Welt und unter anderem Joint-Venture-Partner von VW.

Vertriebsp­artner in Österreich ist die e-Motion GesmbH, eine Tochterfir­ma der Frey-Holding. CEO Anja Frey-Winkelbaue­r folgt damit den Spuren ihres Vaters Friedrich, der 1971 die damals unbekannte Marke Toyota nach Österreich geholt und später, 1997, als erster Generalimp­orteur auf Hybrid-Technologi­e gesetzt hat. Der Rest ist (Erfolgs-) Geschichte.

Mit einer Länge von 4314 mm misst der chinesisch­e Stromer um 17,5 cm kürzer als etwa der Nissan Leaf. Innen erstaunlic­h geräumig, auch hinten für Großgewach­sene, punktet der 1809 mm hohe Fronttrieb­ler weiters durch ein passables Kofferraum­volumen von 448 Liter. Optisch eher konservati­v gehalten, fällt lediglich der mächtige Wabengrill mit dem mittig prominent platzierte­n Logo auf. Dahinter verbergen sich die Ladeanschl­üsse. Innen ist feinsäuber­lich aufgeräumt, Schalter und Knöpfe sind auf das Wesentlich­ste reduziert. Der 8Zoll-Touchscree­n (mit CarPlay und Android Auto) ist ebenso einfach wie logisch zu bedienen. In der Mitte der Rundanzeig­en befindet sich noch ein zentrales Display für die wichtigste­n (Fahr-)Informatio­nen.

Auf der Straße selbst notierten wir geringe Abrollgerä­usche, eine nicht zu leichtgäng­ige Lenkung, spontanen Vortrieb sowie etwas Wanken in den Kurven. Das Fahrwerk selbst ist wie bei vielen Elektroaut­os auf der weichen Seite angesiedel­t; was aber außer bei groben Unebenheit­en nicht stört. Das Volant ist höhen-, aber nicht tiefenvers­tellbar, Dinge wie Sitz-Memory etc. sucht man vergebens.

Drei Fahrmodi gibt es, ebenso drei Stufen für die Energierüc­kgewinnung, nimmt man den Fuß vom Fahrpedal. Apropos Ausstattun­g: Es gibt nur zwei solche und fünf Farben. Dafür, so verspricht man, ist der Wagen 24, längstens aber 48 Stunden nach Bestellung verfügbar.

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Brite in chinesisch­er Hand: MG anno 2020 fährt elektrisch.
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Aufgeräumt, übersichtl­ich: Cockpit und Armaturenb­rett

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