Kronen Zeitung

Trauer um Ex-Crack „Lösung mit Sinn war unmöglich“

- F. Gröger

Capitals ließen die letzten Stunden des Transferfe­nsters ungenützt verstreich­en KAC meldete für Neo-Goalie Enroth mit Richter, Strong und Kreuzer drei Österreich­er ab Heute gastiert Bozen in Kagran

Eine Minute vor Mitternach­t endete gestern die Transferze­it – nach der Knieverlet­zung von Top-Verteidige­r Brenden Kichton hatten die Caps bis zum Schluss Augen und Ohren offen gehalten, ehe Manager Franz Kalla entschied: „Nein, wir machen nichts. Ein Ersatz, der uns wirklich hilft, eine Lösung mit Sinn war unmöglich. Jetzt müssen die Kollegen dafür sorgen, dass Kichi noch diese Saison ein Comeback feiert“, hofft er auf ein langes Verbleiben in den Play-offs. Was gleichzeit­ig bedeutet, dass der 19-jährige Lukas Piff auch in der heißen Phase seine Chancen bekommt, bei den bisherigen sieben Auftritten zeigte der Linksschüt­ze für einen

Youngster abgebrühte Leistungen. Heute kommt Bozen nach Kagran, die Partie in Südtirol (2:5) war die einzig schlechte der Caps in der Pickround. In der es in vier Spielen trotzdem erst einen Sieg gab – was Kalla keine Schweißper­len ins Gesicht treibt: „Weil wir gegen Salzburg zuletzt richtig gut waren, es trotzdem noch Luft nach oben gibt. Außerdem werden die Karten in den Play-offs neu gemischt“, hat er das Vorjahr in Erinnerung, als der KAC von Platz drei zum Meistertit­el gestürmt war.

Auch die neun Pleiten gegen die Topteams KAC und Salzburg wischt er weg: „Weil wir in fast jeder Partie auf Augenhöhe waren, du auch Glück zum richtigen Zeitpunkt benötigst. Aber in manchen Momenten merkst du auch, dass es Wichtigere­s als Eishockey gibt.“

Und meint damit die traurige Nachricht von Marco Weissenböc­k, der alle Nachwuchst­eams der Silver Caps durchlief, den langen Kampf gegen eine seltene Krebserkra­nkung verlor.

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