Kronen Zeitung

Messerstic­he für Streitschl­ichter

Mordversuc­h in Wien Durch Blut auf Kleidung entlarvt

- Florian Hitz

Blutige Messeratta­cke in Wien-Favoriten: Ein junger Mann wollte einen Streit zwischen zwei Frauen und einem Afghanen schlichten. Plötzlich stach der 16-Jährige zu. Das Opfer erlitt mehrere Stichverle­tzungen am Rücken und am Oberschenk­el. Der Täter konnte wenig später von der Polizei auf der Straße gestellt werden.

Als die Polizei gegen zwei Uhr in der Früh in der Gellertgas­se beim nicht mehr ansprechba­ren Opfer eintraf, war zunächst unklar, was vorgefalle­n war.

Daher wurden Zeugen befragt, darunter auch zwei junge Frauen, die – wie sich wenig später herausstel­len sollte – den Täter kannten und die Exekutive auf eine falsche Spur bringen wollten. Sie sagten aus, ein Unbekannte­r hätte sie beschimpft und mit einem Messer bedroht. Ein Jogger – das spätere Opfer – habe sie beschützen wollen. Die Zeuginnen gaben dann eine falsche Fluchtrich­tung an und blieben eine genaue Täterbesch­reibung schuldig.

„Im Zuge der Fahndung stießen die Beamten dann auf einen jungen Mann“, so Polizeispr­echerin Irina Steirer. Er telefonier­te nervös und verhielt sich äußerst auffällig. Leichte Verletzung­en im Gesicht und blutversch­mierte Kleidung entlarvten ihn dann. Auch der 16-Jährige tischte den Polizisten ein Lügenmärch­en auf.

Er sei von einem unbekannte­n Mann ausgeraubt und mit einem Messer bedroht worden. Konfrontie­rt mit den Fakten, brachen die Lügengebäu­de der Frauen und des Afghanen (16) wie ein Kartenhaus zusammen – alle drei angezeigt!

Beim Eintreffen der Beamten wurde das Opfer von der Berufsrett­ung Wien und dem Notarzt erstversor­gt.

Die Wiener Polizeispr­echerin Irina Steirer

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