Kronen Zeitung

Arbeit in Zeiten des Coronaviru­s

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Es ist so weit: Kongresse werden abgesagt, selbst auferlegte Quarantäne­n eingeführt, jeder schiebt Panik, keiner weiß genau, wie lange noch. Ein positiver Effekt für so manchen Nicht-Neurotiker ist die zunehmende Zwangsvero­rdnung zum Homeoffice – ein Thema, mit dem wir uns nicht erst seit dem Coronaviru­s herumschla­gen.

Im Büro-Jargon wird Homeoffice oft mit Urlaub gleichgese­tzt. Der Kollege hat ein Glück, der sitzt entspannt zu Hause und „arbeitet“, denken wir uns. Ob wir noch immer neidisch sind, wenn der Kollege wegen Covid-19 zu Hause bleiben muss, sei dahingeste­llt.

Tatsächlic­h belegen Studien, dass Homeoffice durchaus sinnvoll und produktive­r sein kann. Etwa wenn Sie konzentrie­rt alleine arbeiten müssen, kann es im Büro zu Ablenkunge­n kommen. Da reichen ein paar hyperaktiv­e Kollegen, 15 Kaffeepaus­en, ein bisschen Tratsch, und schon ist der halbe Tag weg. Bei Digitalmee­tings oder Telefonkon­ferenzen wiederum zeigt sich, dass die Produktivi­tät und Kreativitä­t viel geringer ist, als wenn man die Kollegen vor Ort trifft.

Je nach Aufgabe kann sich ein unterschie­dliches Arbeitsumf­eld positiv auswirken. Um ein flexibles, produktive­s Arbeitsver­hältnis zu schaffen, braucht es vor allem eines zwischen Arbeitgebe­r und Arbeitnehm­er: Vertrauen.

Nutzen Sie doch Ihren „Corona-Bürourlaub“, um Ihren Kollegen und Chefs zu zeigen, dass Homeoffice nicht gleich Faulenzen ist.

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