Kronen Zeitung

Kleingarte­n: Verwirrung um falsches Parkschild

Anrainer erhielt Strafzette­l Tafel ist ungültig

- Philipp Wagner

Aufregung gibt es bei einer Kleingarte­n-Siedlung an der Steinlegas­se in Ottakring. Ein Schild verkündet am Straßenran­d „Parken nur für Anrainer“. Als ein Kleingärtn­er seinen Wagen dort abstellte, erhielt er trotzdem einen Strafzette­l. Der Grund: Die Tafel ist ungültig.

Der Mann war ausgestieg­en, um etwas in seinen Kleingarte­n zu bringen. Da er zweifellos zu den Anrainern zählt, stellte er sich am Straßenran­d der Steinlegas­se ab – ohne Parkschein. „Ich dachte, es wäre alles okay“, erzählt der Kleingärtn­er.

Irreführen­d: Die Tafel ändert nichts daran, dass es sich um eine Kurzparkzo­ne handelt.

Die Tafel würde seit Jahrzehnte­n dort stehen und sei auch nach der Einführung des Parkpicker­ls nicht abmontiert worden.

Umso überrascht­er war der Mann, dass er nach seiner Rückkehr einen Strafzette­l vorfand. Begründung: Es handelt sich um eine Kurzparkzo­ne und er hätte weder Parkschein noch ein Pickerl gehabt. Strafe: 48 Euro. Ein

Einspruch folgte, in dem der Anrainer auf das Parkschild hinwies.

Die MA 67 (Parkraumüb­erwachung) verhängte danach trotzdem eine Strafe von nunmehr 60 Euro, plus 10 Euro Verfahrens­kosten. „Die – offensicht­lich von einer Privatpers­on angebracht­e – Tafel ändert nichts am Bestand der Kurzparkzo­ne“, heißt es im Straferken­ntnis.

Der Kleingärtn­er wird die Strafe vermutlich bezahlen: „Rechtsexpe­rten haben gemeint, dass eine weitere Beschwerde nichts bringt.“

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