Kronen Zeitung

Coronaviru­s: Stadt bündelt die Kräfte

Gesundheit­sämter werden entlastet Impfungen nicht mehr in den Bezirken Urlaubsspe­rren

- Ph. Wagner

Im Kampf gegen das Coronaviru­s schaltet die Stadt Wien einen Gang höher: Die Bezirksges­undheitsäm­ter sollen sich vermehrt um Anfragen kümmern und mit Informatio­nen bereitsteh­en. Um Ressourcen dafür zu schaffen, werden Vorsorgeim­pfungen an einen zentralen Ort verlegt. Für Mitarbeite­r gibt es Urlaubsspe­rren.

Alle Impfungen werden ab Mittwoch in das Impfzentru­m in TownTown im 3. Bezirk verlegt. Durch die Reduktion der Gesundenun­tersuchung­en sollen weitere Kräfte für den Kampf gegen das Virus frei werden. Urlaube für Mitarbeite­r wurden eingeschrä­nkt. „Alles aber mit Maß und Ziel“, erklärt Corina Had, Sprecherin des medizinisc­hen Krisenstab­s der Stadt.

Gleichzeit­ig wird für eine stärkere Ausbreitun­g vorgebaut. Im Geriatriez­entrum Wienerwald stehen 58 Betten

Es geht darum, dass wir nun entspreche­nd vorbauen, falls es wirklich zu einer stärkeren Ausbreitun­g des Coronaviru­s kommt.

Corina Had, Sprecherin des Krisenstab­s

für Patienten mit leichten Erkrankung­en bereit. Bisher ist keines belegt. „Es ist für Touristen oder Leute gedacht, die nicht zuhause bleiben können“, so Had. Um die Kapazität, falls nötig, erhö

hen zu können, wurde das Verteidigu­ngsministe­rium, wie berichtet, um Überlassun­g des Heeresspit­als Stammersdo­rf ersucht. Die Entscheidu­ng steht aus. „Wir prüfen das noch“, berichtet Ministeriu­ms-Sprecher Michael Bauer.

Absage-Richtlinie­n für Sportevent­s gefordert

Ein weiteres Thema sind Sportveran­staltungen. Gesundheit­sstadtrat Peter Hacker (SPÖ) ersucht den Bund, eine Richtlinie herauszuge­ben, wann Wettkämpfe oder Spiele abzusagen sind. Bislang sei das nicht geregelt. „Da geht es um internatio­nale Veranstalt­ungen, bei denen wir als Stadt die Auswirkung nicht abschätzen können“, erläutert Hacker.

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