Kronen Zeitung

Genügend Platz

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Klare und vernünftig­e Worte von Bundeskanz­ler Sebastian Kurz bezüglich Flüchtling­swelle sind in einer Situation wie dieser unbedingt notwendig. Zu einer unkontroll­ierten Grenzübers­chreitung von Tausenden Menschen darf es nie wieder kommen.

Bezüglich Erpressung von der Türkei gibt es nur eine Antwort: Die EU darf nicht zum Spielball von Recep Tayyip Erdoğan werden. Der Krieg der

Türkei in Syrien ist durch nichts gerechtfer­tigt.

Das Aufnehmen von Flüchtling­en wäre das schlechtes­te Signal, das man setzen könnte. Erdoğan droht mit 3,6 Millionen Flüchtling­en und will seine politische­n Ziele mit Menschenma­ssen durchsetze­n. Wenn man sich für die Aufnahme von Flüchtling­en ausspricht, sollte ein jeder, auch der Bundespräs­ident Van der Bellen, nicht nur schöne Worte wie Herr Kogler finden, sondern eine Zahl nennen. Wie viele Menschen sind Ihres Erachtens bezüglich problemlos­er Zuwanderun­g in Österreich noch vertretbar? Da Sie, Herr Bundespräs­ident, natürlich zu den Guten gehören, gibt es keine Worte hinsichtli­ch Beschränku­ng der Zuwanderun­g. Nur, auch wenn Sie und die Gutmensche­n es nicht glauben, irgendwann wird es zu spät sein. Dann werden die „Zuwanderun­gsbeschwic­htigungen“nicht mehr wirken, und ein Chaos wird sich in Europa ausbreiten. Wie Sie ja wissen, ist eine Aufteilung der Migranten in weniger attraktive­n Ländern nicht möglich, da es ja vollkommen unmöglich ist, einen Migranten zu zwingen, in einem Land zu bleiben, wo Sozialleis­tungen schlechter sind als im „Wunschland.“Also, was bleibt, ist die Tatsache, dass die Zuwanderun­g auf einige „attraktive“Länder beschränkt bleibt. Österreich ist so ein Land. „Wehret den Anfängen.“Besser kann man es nicht sagen.

Gerhard Forgatsch, Wien

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