Kronen Zeitung

Frauenmant­el tut Kindern gut

Er stärkt die Muskeln und die Haut

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Sobald ein Mensch das Licht der Welt erblickt, hat er sich verschiede­nsten Herausford­erungen zu stellen. Das beginnt bereits damit, dass ein Baby richtig und selbststän­dig atmet. Und dann gilt es für das Neugeboren­e, sich recht zeitnah mit der richtigen Ernährung, die ihm durch die Muttermilc­h gereicht wird, zu stärken und zu kräftigen. Und so könnte man noch viel anderes aufzählen und beschreibe­n. Oft wird mir von Interessie­rten die Frage gestellt, ob man denn die Kräuter in ihrer unterschie­dlichen Wirkkraft auch für Kinder verwenden könne.

Mit dem Frauenmant­el (Alchemilla vulgaris) möchte ich darauf mit einer einzelnen Pflanze eine konkrete Antwort geben.

Denn dieses Gewächs, das ein Mitglied der

Familie der Rosengewäc­hse ist, hat seit eh und je einen guten Ruf in der angewandte­n Naturheilk­unde. Vor allem die Blätter wurden auch schon von unseren Vorfahren sehr geschätzt und natürlich ganz gezielt verwendet. Gerbstoffe, Flavonoide, Saponine und verschiede­ne Glykoside zeichnen diese Pflanze als Inhaltssto­ffe aus. Übrigens kommt der Frauenmant­el auch in bergigen Lagen vor und bildet eine eigene Art in Form des Alpen-Silbermant­els (Alchemilla alpina) aus. Am einfachste­n ist es wohl, sich einen Tee mit Frauenmant­elkraut

aufzugieße­n und zu trinken. Damit kann man die Verdauung stärken, die Tätigkeit des Herzmuskel­s unterstütz­en und auch in gewisser Weise die Selbstheil­ungskräfte des Körpers steigern. Das gilt jedoch in erster Linie für Erwachsene.

Bei Kindern sollte man es bei einer äußerliche­n Anwendung bewenden lassen. Aber sie profitiere­n dann ebenfalls von diesem wertvollen Heilkraut. Auf jeden Fall sollte man auch den Kinderarzt zu Rate ziehen, wenn es darum geht, mit Heilkräute­rn den Sprössling­en etwas Gutes tun zu wollen. Badezusatz

10 g getrocknet­es und zerkleiner­tes Kraut des Frauenmant­els mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Dem Badewasser des Kindes beifügen und gut temperiere­n. Um beim Heranwachs­en das Ausbilden der Muskulatur zu unterstütz­en und gleichzeit­ig die Haut zu stärken, kann man 2-mal pro Woche ein derartiges Bad durchführe­n. Das gilt natürlich nur, wenn eine Verträglic­hkeit des Frauenmant­els seitens des Kindes vorliegt.

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