Co­ro­na-Prä­mie als Steu­er­zu­ckerl

Han­del geht durch ge­schlos­se­ne Lä­den al­lei­ne im März ei­ne Mil­li­ar­de € an Um­satz ver­lo­ren

Kronen Zeitung - - ERSTE SEITE -

Für Su­per­markt-Per­so­nal

Aber gro­ßes Mi­nus im Han­del

Für ih­ren Ein­satz zur Ver­sor­gung der Be­völ­ke­rung be­kommt das Per­so­nal von Rewe, Spar, Ho­fer und MP­reis Prä­mi­en zu­sätz­lich zum Ge­halt von den Ar­beit­ge­bern. Auch die Re­gie­rung will sich jetzt bei den „Hel­den des All­tags“be­dan­ken und stellt des­halb die­se Zah­lun­gen steu­er­frei. Der Staat dür­fe dar­an nicht ver­die­nen, er­klärt Bun­des­kanz­ler Se­bas­ti­an Kurz. Den Mit­ar­bei­tern bleibt da­durch mehr im Bör­sel.

Wäh­rend sich die ei­nen über mehr Geld freu­en dür­fen, ha­ben die meis­ten Händ­ler der­zeit kei­ne Ein­nah­men, da sie ih­re Lä­den zu­sper­ren muss­ten. In den 242 Ein­kaufs­zen­tren sind 77% der Flä­chen ge­schlos­sen, und den Be­trei­bern ge­hen laut ak­tu­el­ler Stand­ort+Mark­tEr­he­bun­gen täg­lich fast 30 Mio. € Ge­schäft ver­lo­ren. Ins­ge­samt wird dem hei­mi­schen Han­del im März laut KMU For­schung Aus­tria rund ei­ne Mil­li­ar­de € Um­satz feh­len, denn nur ei­ni­ge An­bie­ter pro­fi­tie­ren vom In­ter­net-Ge­schäft.

Den flei­ßi­gen Mit­ar­bei­tern bleibt mehr Geld üb­rig, da sie für die „Co­ro­naPrä­mie“kei­ne Steu­ern zah­len.

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