Kronen Zeitung

Mehr Hilfe für die Wirtschaft

Um gegen die Krise anzukämpfe­n, wird es bis in den Herbst hinein und länger neue Modelle für Kurzarbeit und Steuer-Anreize brauchen

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Über eines sind sich alle Entscheidu­ngsträger klar: Mit dem Aufsperren und dem Hochfahren der Wirtschaft enden die Probleme nicht, viele fangen erst an. Manche Branchen werden kaum Geschäft machen, andere nur unter hohen Verlusten. Die unterschie­dlichen

Prognosen über den Einbruch der Konjunktur (die der EU-Kommission zählt noch zu den optimistis­cheren) lassen auch keine Rückschlüs­se über das Minus im Budget 2020 zu. Die Hilfspaket­e werden den Staatshaus­halt heuer rund 28 Milliarden € kosten.

Doch es wird weitere Ausgaben geben, um die Kaufkraft zu erhöhen und Arbeitsplä­tze zu sichern. Überlegt werden in Expertenge­sprächen:

Eine neue Art der Kurzarbeit nach Ende des sechsmonat­igen Corona-Modells für Branchen, die länger kein volles Geschäft haben werden (Tourismus, AUA). In der Industrie kommen Probleme vielleicht mit Zeitverzög­erung, wenn wegen der internatio­nalen Rezession Abnehmer ausfallen.

Entlastung der Einkommen z. B. durch ein Vorziehen

der Steuerrefo­rm auf Mitte dieses Jahres.

Investitio­nsanreize und Steuererle­ichterunge­n für Unternehme­r stehen auch auf dem Programm.

Einen „Kassasturz“zum Budget werde es erst im Herbst geben, sagen Experten. Finanzmini­ster Gernot Blümel unterstrei­cht: „Wir werden alles daran setzen, ein wirtschaft­liches Comeback zu ermögliche­n.“

Finanzmini­ster Gernot Blümel: Gespräche mit Experten und Sozialpart­nern.

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