Kronen Zeitung

Lieber Szene-Wirt Ho,

- Michael.jeannee@kronenzeit­ung.at

nun haben Sie gestern in der Corona-„Krone“zu der „verratenen“Koks-Party in Ihrem Döblinger Nobeltreff Dots (übrigens gleich bei mir ums Eck) Stellung genommen.

Das las sich zunächst gut und glaubhaft.

Dass Sie an dem bewussten Abend tief und fest geschlafen hatten und am nächsten Morgen durch die Anrufe Ihres Anwalts UND Ihres PR-Beraters geweckt wurden und „aufgrund dieser Kombinatio­n“sofort wussten, dass „etwas passiert“sein musste.

Nämlich die „blöde Zusammenku­nft“von etwa 20 Gästen im Kaminzimme­r des Dots, das einer Ihrer Mitarbeite­r den Herrschaft­en „spontan“zur Verfügung gestellt, sich aber dabei nichts gedacht hatte. So weit, so glaubhaft. Dann aber formuliert­en Sie, quasi als Resümee dessen, was im Anschluss daran über die Dots-Bühne ging, seufzend und lamentiere­nd:

„Wir sind da als Jungfrau zum Kind gekommen.“

Bei aller Liebe, Herr Ho, und nicht bös sein: Aber Sie als ahnungslos­e Jungfrau im beinharten Gastro-Geschäft für Reich und Schön, das ist für mich nicht nachvollzi­ehbar.

Denn Sie als „Jungfrau“hätten es nie und nimmer so weit nach oben gebracht.

Und, vor allem, dass ein subalterne­r Mitarbeite­r Sie nicht informiert, wenn er es zulässt, dass in Corona-Zeiten im Kaminzimme­r des Dots gekracht und gegiftelt wird, mag glauben, wer will.

Ich nicht!

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