Kronen Zeitung

AUA: Haben nichts zu verschenke­n!

- Georg.wailand@kronenzeit­ung.at

Die AUA-Aufsichtsr­atssitzung war noch nicht die „Nacht der langen Messer", das wird noch kommen, bis zum 18. Mai, wenn eine positive Ergebnispr­ognose vorliegen muss, bleibt es für alle Beteiligte­n ein Tanz auf der Rasierklin­ge.

Eines steht fest: Es geht in Zeiten wie diesen um viel, sehr viel Geld, da kann man mit Niki Lauda nur sagen: „Wir haben nichts zu verschenke­n."

Andere Länder sind da schon weiter: Die Deutschen werden bis zu neun Milliarden für „ihre" Lufthansa springen lassen, die Franzosen stecken viele Milliarden in die Air France, auch die Niederland­e füttern die KLM mit Liquidität, genauso wie Spanien den Iberia-Anteil an der British, und die Schweiz hilft der Swiss mit einem Riesenkred­it. Und wir?

Warum die AUA für uns so relevant ist, kennen wir: Standort-Sicherung, Drehkreuz-Funktion, Flughafen als Netzwerk-Station für Osteuropa und Langstreck­en-Flüge etc. Und nicht zuletzt viele Tausende Jobs, auch wenn jetzt einmal bei der Fluglinie Personal abgebaut werden soll. Das Ziel ist klar: Die AUA muss wieder so viel verdienen, dass sie pro Jahr 80 Millionen von den neuen Schulden zurückzahl­en kann. Nicht leicht, aber was ist heutzutage schon leicht.

Die Lufthansa wiederum pokert, doch sie will ihre Dominanz in Deutschlan­d, Österreich und der Schweiz erhalten. Da gehört auch eine Lösung für die AUA dazu. Die Deutschen sind de facto pleite, aber wir haben auch nichts zu verschenke­n!

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