Kronen Zeitung

Der Bürgermeis­ter über . . .

Interview mit Michael Ludwig zum Thema Nummer eins (siehe S. 18), aber wenn wir schon plaudern: Wir hätten auch Fragen zu Wien

- Michael Pommer

Bis zur Wien-Wahl am 11. Oktober sollte das Thema Parteichef­in (theoretisc­h) geklärt sein, wir hatten an Bürgermeis­ter Michael Ludwig aber noch Fragen über . . .

. . . die Messe Wien. Tumulte, Gewalt, Asylwerber auf der Flucht, Infektions­gefahr. Was ist da los? „Es war so, dass eine Einrichtun­g des Bundes geschlosse­n werden musste“, so Ludwig. Auf der einen Seite gab es Infizierte, auf der anderen mussten einige Flüchtling­e in Quarantäne. Der Stadt-Chef weiter: „Die haben aber nicht gleich eingesehen, dass sie nicht frei herumlaufe­n können.“

. . . das Corona-Sorgenkind Wien. „Wenn man sich die letzten Tage ansieht, haben wir eine erfreulich­e Entwicklun­g“, meint der Bürgermeis­ter – obwohl es zuletzt einen starken Anstieg gab. „Diese Einzelfäll­e sind auf Cluster zurückzufü­hren. Wie zum Beispiel, wenn wir Personen aus Einrichtun­gen des Bundes übernehmen. Darum finde ich das großartig, wenn sich der Innenminis­ter mit treuherzig­em Blick an die Öffentlich­keit wendet und sagt, er macht sich Sorgen um Wien.“

. . . Begegnungs­zonen und die Praterstra­ße. Waren Sie schon auf einer der neuen

Zonen flanieren? Ludwig: „Nein, denn wenn ich die Chance dazu hätte, dann würde ich das nicht auf einer asphaltier­ten Straße machen, sondern im Grünraum.“All diese Entscheidu­ngen liegen „im Kompetenzb­ereich der zuständige­n Verkehrsst­adträtin“. Über den Radweg auf der Praterstra­ße wurde Ludwig übrigens erst kurz vor Birgit Hebeins Präsentati­on auf Twitter informiert. Sind Sie darüber verärgert? Ludwig: „Es hat jeder Stadtrat seinen Bereich. Es muss aber jeder auch die Verantwort­ung dafür übernehmen.“

. . . Rot-Grün. Ob die Grünen ein verlässlic­her Koalitions­partner sind, wird – wenn auch aufseufzen­d – mit Ja beantworte­t. Sie würde „gut funktionie­ren“.

. . . eine mögliche Wahlversch­iebung. Wird etwa von der FPÖ gefordert. Nur denkbar, wenn eine „gravierend­e Situation eintritt“. Etwa eine radikale zweite Corona-Welle.

. . . den Asylantenv­irus-Sager von FPÖ-Vizebürger­meister Dominik Nepp: „Ein Verzweiflu­ngsversuch, um ins Gerede zu kommen. Unredlich!“

BITTE BLÄTTERN SIE UM

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Bürgermeis­ter Michael Ludwig (SPÖ) mit Mund-NasenSchut­z. Den geforderte­n Sicherheit­sabstand zu seiner Vizin Hebein hält er momentan vermutlich sogar mit Freude ein.

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