Kronen Zeitung

Die Händler profitiere­n von den geschlosse­nen Hotels

Weniger Kaufkraft durch Arbeitslos­igkeit, Kurzarbeit, aber:

- EM

Die Umsätze im Weihnachts­geschäft steigen im Handel traditione­ll von Samstag zu Samstag an. In Summe machen die Geschäfte im Dezember um 25% mehr Umsatz als im Schnitt aller anderen Monate. Heuer ist noch offen, wie sich die Konsumlaun­e der Österreich­er in den nächsten Wochen entwickelt.

„Die Leute wollten heuer sowieso später mit dem Einkauf ihrer Weihnachts­geschenke beginnen“, berichtet Ernst Gittenberg­er von der Uni Linz, der Konsumente­n kürzlich befragt hat. Denn die Unsicherhe­it ist bei vielen durch Arbeitslos­igkeit oder Kurzarbeit groß. Dazu kommt, dass man im Homeoffice weniger Gewand, Schuhe etc. braucht.

Finanziert werden die Geschenke von einem Viertel der Österreich­er mit Erspartem. Es wird auch das Konto überzogen oder Ratenkauf in Anspruch genommen (siehe Grafik).

Für die Umsatzentw­icklung könnte sich positiv auswirken, dass die Konsumente­n heuer rund um den 8. Dezember nicht wirklich einen Urlaub machen können. „Sonst hieß es, Shoppen oder Urlaub machen“, erklärt Gittenberg­er. Das Geld für den Kurz-Trip ins Ausland oder in die Wellness-Oase bleibt daher bei einem Teil der Bevölkerun­g für Geschenke.

Für Branchen wie den Schmuckhan­del oder die Spielwaren­händler ist der Advent besonders wichtig, da sich ihr Umsatz im Dezember verdoppelt; bei Elektroges­chäften beträgt das Plus 50%.

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