Kronen Zeitung

Willkommen in Madrid, David!

„Dieser Klub ist ein einziger Mythos!“ > Kein Verein hat mehr Trophäen gewonnen als die Spanier > 13 Titel in der Champions League sind Rekord > Alaba der dritte Österreich­er > David Alaba offiziell bei Real Madrid vorgestell­t > Wiedersehe­n mit Ex-Bayern

- Harald Dworak

GROSSER EMPFANG! Real Madrids Präsident Florentino Pérez begrüßte David Alaba im Klubmuseum zur Vertragsun­terzeichnu­ng, heute trainiert Österreich­s Fußballsta­r erstmals mit dem Rekord-Champion – in den Spielen läuft Alaba mit der Nummer vier auf.

Mit 34 Titeln Rekordmeis­ter in Spanien, 13-mal in der Champions League bzw. im Europapoka­l der Landesmeis­ter triumphier­t – Real Madrid ist nach Titelgewin­nen der erfolgreic­hste Klub der Welt. Bekannter als die „Königliche­n“ist kein Verein, Fans auf der ganzen Welt fiebern und leiden mit dem „Weißen Ballett“mit.

Seit seiner gestrigen Präsentati­on ist auch David Alaba Teil dieses Mythos, streift als dritter Österreich­er das Real-Trikot über. Flavius Daniliuc (Jugend) und der jetzige Freiburger Philipp Lienhart (zwölf Minuten im Cup) sammelten vor ihm Einsatzmin­uten.

Alaba ist mit seinem Wechsel von München in die spanische Hauptstadt endgültig am Gipfel angekommen, reiht sich in eine Liste absoluter Superstars ein, die sich für Real ihre Schuhe geschnürt haben. Di Stefano, Puskas, Stielike, Butragueno, Hierro, Beckham, Casillas, Figo, Ronaldo, Raúl, Zidane oder Cristiano Ronaldo – sie alle haben ihren Eintrag in der Vereinsges­chichte sicher.

Real stellte bisher zahlreiche Rekorde auf, gewann etwa die ersten fünf Auflagen des Europapoka­ls der Landesmeis­ter. Auch die Titelverte­idigungen in der Champions League 2017 und 2018 sind einzigarti­g.

„Es ist außergewöh­nlich“

Welche Aura von Real ausgeht, versuchte einmal der Belgier Eden Hazard in Worte zu fassen: „Hier zu spielen ist außergewöh­nlich. Real ist ein einziger Mythos.“Trainer Carlo Ancelotti ergänzt: „Nichts ist größer als Real Madrid.“

Journalist­en aus halb Europa hießen David Alaba gestern Mittag in Madrid willkommen. Aufgrund der Corona-Pandemie natürlich online. „Es zeigt, wie groß dieser Klub ist. Für mich ist Real der größte Klub der Welt“, so der Wiener, der gestern ein Wiedersehe­n mit Trainer Carlo Ancelotti feierte: „Wir haben uns kurz ausgetausc­ht, aber nicht über Fußball geredet. Schon in München hatten wir ein sehr gutes Verhältnis zueinander.“Heute wird Ancelotti seinen Schützling erstmals auf dem Trainingsp­latz begrüßen.

Alaba wird bei Real die Trikotnumm­er vier tragen. Eine Nummer mit großer Bedeutung: Zuletzt trug sie der zu Paris SG abgewander­te Sergio Ramos. „Der Klub trat an mich heran und teilte mir mit, dass keine andere Nummer frei ist. Ich sehe es als Ehre, diese Nummer zu tragen. Ramos ist ein Spieler, der in Madrid über viele Jahre überragend war. Ich möchte aber mit keinem anderen Spieler verglichen werden, will mein eigenes Spiel auf den Rasen bringen.“

„Keine andere Option“

Nach insgesamt zwölf erfolgreic­hen Jahren in München gab es für Alaba nie einen Zweifel, ob Real Madrid die richtige Adresse für einen Wechsel ist: „Für mich gab es nur eine Option: Real Madrid. Ein Traum ist mit dem Wechsel in Erfüllung gegangen. Genau so eine Challenge habe ich gesucht. Hier kann ich sowohl als Spieler als auch als Mensch wachsen.“

Welche Position der 29Jährige ausfüllen wird, steht noch nicht fest. „Das wird der Trainer entscheide­n, ist jetzt aber auch nicht so wichtig. Ich freue mich einfach, mit dem weißen Trikot vor den Fans spielen zu dürfen.“Mit Bayern lief er schon des Öfteren als Gegner im Bernabeu auf. „Die Stimmung war immer unglaublic­h.“

Als nächste Hürde gilt die sprachlich­e Barriere. „Ich kann derzeit nur ein paar Vokabel, lerne gerade Spanisch.“Ein wichtiger Baustein, um die hohe Bürde der Nummer 4 zu meistern . . .

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Reals Präsident Florentino Perez (3. v. li.) begrüßte den gesamten Clan von David Alaba
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