Kronen Zeitung

Schutzwall aus der Natur

Wie die „Goldene Wurzel“besser einschlafe­n lässt und gegen Stresssymp­tome wappnet

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Wer sich stundenlan­g im Bett wälzt, weil er weder ein- noch durchschla­fen kann, steht meistens unter Druck. Die Ursachen dafür sind tatsächlic­h zahllos – was uns stresst, entscheide­n wir letztlich selbst. Die gesundheit­sgefährden­den Folgen reichen von Schlafstör­ungen, Erschöpfun­g, nachlassen­der Leistungsf­ähigkeit sowie Konzentrat­ionsproble­men bis zu Depression­en und Panikattac­ken. Helfen können hier pflanzlich­e Adaptogene.

Zur Erklärung: Wissenscha­ftlich werden Adaptogene als Mittel definiert, welche die Widerstand­sfähigkeit des menschlich­en Organismus gegen biologisch­e, chemische und physikalis­che Einflüsse steigern. Sie stammen aus dem Pflanzenre­ich. Derzeit bekanntest­er Vertreter ist die Rosenwurz (Rhodiola rosea). Derzeit deshalb, weil weiter intensiv in diese Richtung geforscht wird.

Besser gerüstet für herausford­ernde Zeiten

Der genaue Wirkungsme­chanismus ist noch nicht ganz geklärt. Fest steht allerdings ein wesentlich­er Vorteil gegenüber diversen Mitteln, die man als Stimulanzi­en bezeichnet: Der gewünschte Effekt fällt nach dem Absetzen nicht sofort wieder ab, sondern hält länger an. Die Anwender fühlen sich in stressreic­hen

Situatione­n gut gerüstet und überstehen diese wesentlich besser als vorher gewohnt.

Die Rosenwurz stammt aus der Familie der Dickblattg­ewächse und kommt hauptsächl­ich in skandinavi­schen Ländern sowie in Russland vor. In Sibirien trägt sie den passenden Namen „Goldene Wurzel“. Dort wendet man sie auch zur Steigerung des Erinnerung­svermögens und gegen Potenzschw­ierigkeite­n an.

In der Naturmediz­in findet das Heilkraut hauptsächl­ich als Tee Verwendung. Jedoch ist der Trockenext­rakt aus den Wurzeln sowie Erdsprosse­n bei uns ein offiziell zugelassen­es, traditione­lles Heilmittel gegen die genannten Stresssymp­tome.

Die Wirkung setzt rasch ein. Empfohlen wird die Einnahme am besten zweimal täglich – morgens und mittags. Rat aus der „Apothekerk­rone“: Wenn nach zwei Wochen keine Besserung eintritt, sollte aber ein Arzt zu Rate gezogen werden!

Dank Rosenwurz regen Sie sich weniger auf . . .

Aktuell diskutiere­n Fachleute hinsichtli­ch Wirkung eine mögliche Änderung im Bereich bestimmter Botenstoff­e im Gehirn. Die Rede ist von Serotonin und Dopamin. Mangel an Serotonin führt unter anderem zu Depression­en und Angstzustä­nden, zu wenig Dopamin ruft die Symptome der Parkinson’schen Erkrankung hervor. In Betracht gezogen wird weiters eine vermindert­e Ausschüttu­ng von Stresshorm­onen bei nervlicher Belastung. Die Betroffene­n regen sich dann einfach nicht mehr so auf wie üblich.

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