Kronen Zeitung

Die Millionens­uche läuft bis Freitag Mitternach­t!

Bis 21. April muss die Austria Einspruch gegen die verweigert­e Lizenz einlegen – davor muss noch das finanziell­e Loch für Plan B gestopft werden!

- Florian Gröger

Sportdirek­tor Manuel Ortlechner, daneben Trainer Michael Wimmer – wenn dieses Duo zwei Tage vor einem Wiener Derby in der Meisterrun­de fast komplett uninteress­ant ist, schrillen die Alarmglock­en. Alles drehte sich in den Katakomben der Generali Arena um AG-Vorstand Gerhard Krisch und die verweigert­e Bundesliga­lizenz.

Nach der (einmal mehr) eine Mammutaufg­abe wartet – bis nächsten Freitag muss ein Vertrag vorgelegt werden, der als „Absicherun­g einer Alternativ­finanzieru­ng“dient. Es geht um eine siebenstel­lige (!) Summe, die zur Absicherun­g dient, falls gewisse Maßnahmen wie Erlössteig­erungen, Ticketeinn­ahmen oder Sponsoring­s nicht erfolgreic­h wie erwartet sind.

⧁ Was ist der IST-Stand?

„Wir haben eine Fortbestan­dsprognose erstellt, die von einem externen Unternehme­nsberater geprüft und abgesegnet wurde, ebenso von einem Anwalt mit Insolvenzr­echtserfah­rung, der alle Inhalte begleitet – plus einem Wirtschaft­sprüfer“, so Krisch.

⧁ Was ist das Problem?

In den Austria-Papieren gibt es verbindlic­he Verträge und Kooperatio­nszusagen. Letzteres ist der Fall, wenn Partner noch ein Gremium wie etwa den Aufsichtsr­at aufrufen müssen, um final zu unterschre­iben. Eine violette Kooperatio­nszusage, bei der es sich um Finanzieru­ngspartner Quattrex handeln soll, wird von der Liga nicht anerkannt, obwohl sie in der Fortbestan­dsprognose von allen Experten bestätigt wurde. Krisch: „Das können wir nicht akzeptiere­n! Es geht um einen langjährig­en Geschäftsp­artner, der in der Zusammenar­beit immer korrekt und da war, wenn wir ihn gebraucht haben.“

⧁ Was muss passieren?

Die Austria muss für diese geplante „Alternativ­finanzieru­ng“jetzt eine andere Absicherun­g finden, die Unterlagen müssen bis Freitag 24 Uhr bei der Liga sein. Dafür startete man gestern mit einem abendliche­n Meeting – die Zeit drängt!

⧁ Was kritisiert die Austria?

Etwa, dass es mit dem LASK einen Klub gibt, der die Lizenz mit der Auflage bekommt, „aktualisie­rte zukunftsbe­zogene Finanzinfo­rmationen“liefern zu müssen. „Während es bei uns wegen einer Kooperatio­nszusage scheitern soll, die letzte Saison gut genug war“, so Krisch, der parallel alle rechtliche­n Schritte prüfen lässt. „Der Reputation­sschaden ist enorm. Man spielt mit dem Ruf der Austria, und das gefällt mir nicht!“

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