„ War nicht im­mer ro­man­tisch“

Heint­je vor Buch- Prä­sen­ta­ti­on in Wi­en im „ Kro­ne“- Ge­spräch:

Kronen Zeitung - - Adabei -

Längst hät­te es ge­schrie­ben wer­den sol­len. Nun ist es da. Am 4. April wird in Wi­en bei Tha­lia auf der Ma­ria­hil­fer Stra­ße das Buch „ Ich war Heint­je“( Gi­ger Ver­lag) über die Kind­heits­ge­schich­te von Heint­je, dem Kin­der­star, der un­ter sei­nem ech­ten Na­men Hein Si­mons we­ni­ger Leu­ten ein Be­griff ist, prä­sen­tiert.

Im „ Kro­ne“- Ge­spräch ver­riet der heu­te 62- Jäh­ri­ge, der mit al­len Grö­ßen der 60er- und 70er- Jah­re, wie Pe­ter Alex­an­der, zu­sam­men­ar­bei­te­te, dass er dank­bar ist: „ Das ist so! Ich bin ein pri­vi­le­gier­ter Mensch – und das ist auch kei­ne Ma­sche von mir. Ich ha­be dem Be­ruf viel zu ver­dan­ken. Mir ist auch fi­nan­zi­ell ei­ni­ges ge­blie­ben. Ich durf­te da­mals mei­nen Traum le­ben.“

Doch heißt es nicht so schön, wo viel Licht ist, da ist auch viel Schat­ten? „ Das In­ter­es­san­te an dem Buch ( Anm.: Si­mons hat­te ei­nen Au­tor) ist, dass ich Sa­chen er­fah­ren ha­be, die ich nicht wuss­te. Wahr­schein­lich hat das das Team da­mals nicht an mich her­an­ge­las­sen. Was es da­mals al­les gab – wie Be­ste­chun­gen. Das wuss­te ich al­les da­mals nicht.“

Er, gera­de er­obert er wie­der die Her­zen der Men­schen mit dem Al­bum „ Heint­je und ich“( er singt mit sich selbst im Du­ett), fühlt sich sei­ner Ju­gend aber nicht be­raubt: „ Ich kann da wirk­lich nur für mich spre­chen: Ich woll­te sin­gen!“Nach­satz: „ Ich ha­be zwar ge­ge­ben, aber man hat mir auch et­was zu­rück­ge­ge­ben. Das hört sich zwar im­mer so ro­man­tisch an – das war aber nicht im­mer so.“Wo­bei er sich die Er­dung dank wah­rer Freun­de hol­te, die er hat­te und bis heu­te hat: „ Die ech­ten Freun­de sind auch mit dem Er­folg ge­blie­ben.“

Der Kin­der­star Heint­je ist und bleibt aber bis heu­te bei ihm – er be­treibt ei­nen Reit­guts­hof mit sei­ner Fa­mi­lie – Teil sei­ner Iden­ti­tät: „ Die Ver­gan­gen­heit ge­hört doch zum Men­schen da­zu. Und mit , Heint­je und ich‘ be­kom­me ich auch wie­der so vie­le Zu­schrif­ten – wo viel­leicht schon die Groß­müt­ter Fans wa­ren. Ich ha­be al­so drei Ge­ne­ra­tio­nen. Im Mo­ment macht es gera­de wie­der rich­tig viel Spaß!“Was na­tür­lich auch vie­le Er­in­ne­run­gen von frü­her in ihm auf­kei­men lässt . . .

. . . als drei­fa­chem Va­ter muss man ihm die Fra­ge stel­len, wie er sei­nen zwei Söh­nen und sei­ner Toch­ter er­klärt hat, dass ihr Pa­pa einst ein Kin­der­star war. „ Es war schwie­rig, als sie ganz klein wa­ren. Wir ha- ben DVDs da­heim, die wir zwar nicht an­ge­se­hen ha­ben, aber da wa­ren die Bil­der von mir drauf – die woll­ten nicht glau­ben, dass ich das war.“

Hein Si­mons kommt mit Au­to­bio­gra­fie „ Ich war Heint­je“nach Wi­en. Da­rin skiz­ziert er Er­in­ne­run­gen sei­ner Zeit als Kin­der­star Heint­je.

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