„ An­rei­ze, um Pfle­ge zu­hau­se zu stär­ken“

Kronen Zeitung - - Im Brennpunkt -

Klaus Schwert­ner, Ge­ne­ral­se­kre­tär der Ca­ri­tas, sprach mit der „ Kro­ne“über Pro­ble­me in der Pfle­ge und ih­re Fi­nan­zie­rung.

Wo lie­gen aus Ih­rer Sicht die drei größ­ten Pro­ble­me in der Pfle­ge?

Wir brau­chen ers­tens drin­gend ei­ne Ent­las­tung der pfle­gen­den An­ge­hö­ri­gen, sie sind der größ­te Pfle­ge­dienst Ös­ter­reichs. Zwei­tens muss das Pfle­ge­geld ab 2019 in al­len Stu­fen er­höht und jähr­lich an­ge­ho­ben wer­den. Drit­tens feh­len ein­heit­li­che Qua­li­täts-, Ver­sor­gungs- und Fi­nan­zie­rungs­stan­dards vom Bo­den­see bis zum Neu­sied­ler See.

Wie kann die Pfle­ge­fi­nan­zie­rung in Zu­kunft si­cher­ge­stellt wer­den?

Der Pfle­ge­fonds muss über das Jahr 2021 hin­aus in ein fi­xes Ge­setz über­ge­führt wer­den. Denn es ist wich­tig, dass die Be­trof­fe­nen ei­ne dau­er­haf­te Fi­nan­zie­rungs­si­cher­heit ha­ben.

War die Ab­schaf­fung des Pfle­ge­re­gres­ses ei­ne sinn­vol­le Maß­nah­me?

Es ist er­freu­lich, dass der Ver­mö­gens­re­gress ab­ge­schafft wur­de. Vor­aus­ge­setzt, es bleibt nicht nur da­bei. Es braucht jetzt auch An­rei­ze und Maß­nah­men, um die Pfle­ge zu­hau­se zu stär­ken und fi­nan­zi­ell ab­zu­si­chern. Die­ser Sek­tor ist mit der Ab­schaf­fung des Pfle­ge­re­gres­ses ein­deu­tig be­nach­tei­ligt.

Klaus Schwert­ner ist Ge­ne­ral­se­kre­tär der Ca­ri­tas.

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