Herr Stra­che und das Ba­by

Kronen Zeitung - - Leserbriefe -

Sehr ge­ehr­ter Herr Vi­ze­kanz­ler Stra­che, selbst Rau­cher, ha­ben Sie im W ahl­kam pf lieb ge­wor­de­ne Ge­wohn­hei­ten der rau­chen­den W äh­ler ver­tei­digt. Um sich ge­gen­über die­sem Be­völ­ke­rungs­teil nicht dem Vor­wurf des W ort­bru­ches aus­zu­set­zen, ha­ben Sie bei den Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen auf der rück­schritt­li­chen Auf­he­bung des Rauch­ver­bo­tes, vor al­lem in säm tli­chen gas­tro­nom ischen Be­trie­ben, be­stan­den.

Ein zü­gi­ges und m ög­lichst kon­flikt­frei­es Zu­stan­de­kom m en ei­ner hand­lungs­fä­hi­gen Ko­ali­ti­on war für die jet­zi­gen Ko­ali­ti­ons­par­tei­en von gro­ßer Be­deu­tung, um nicht den Ein­druck zu er­we­cken, dass das lähm en­de Hick­hack ver­gan­ge­ner Jah­re nun sei­ne naht­lo­se Fort­set­zung fin­det. Aus die­sem Grun­de hat Herr Bun­des­kanz­ler Kurz – si­cher un­glück­lich – die Rauch­ver­bots­auf­he­bung hin­ge­nom m en, wohl auch in der Über­zeu­gung, dass die­ser – von ei­ner gro­ßen Mehr­heit der Be­v­öl- ke­rung ab­ge­lehn­te Schritt – kei­nen lan­gen Be­stand ha­ben wird.

Herr Stra­che, wir gra­tu­lie­ren Ih­nen zu Ih­rem Ba­by! W er­den Sie in Ih­rer W oh­nung rau­chen? Si­cher nicht, um Ihr Kind nicht der ver­derb­li­chen Ge­fahr des Pas­siv­rau­chens aus­zu­set­zen, ei­ner Be­dro­hung, die jähr­lich et­wa 13.000 Ös­ter­rei­cher das Le­ben kos­tet. Herr Stra­che, Sie be­ge­hen kei­nen W ort­bruch, wenn Sie im Hin­blick auf ein be­ein­dru­cken­des W ah­l­er­geb­nis nun das Tor zu ei­ner Volks­ab­stim - m un­g­öff­nen! Sie wer­den auch kei­ne W äh­ler­stim m en ver­lie­ren, ganz im Ge­gen­teil, Sie und Ih­re Par­tei wer­den an Re­spekt un­dAk­zep­tanz da­zu­ge­win­nen. Ent­täu­schen Sie die Ös­ter­rei­cher nicht, und han­deln Sie bit­te nicht par­tei­po­li­tisch, son­dern wie ein sou­ve­rä­ner Be­schüt­zer al­ler Men­schen un­se­res Lan­des! Dk­fm. Edu­ard Mu­sil, Wien

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