Das Kli­ma­de­sas­ter

Kronen Zeitung - - Leserbriefe - Richard Geis­ler, Asper­ho­fen

Nach ein­ge­hen­den Be­rech­nun­gen und Be­ra­tun­gen in Süd­ko­rea rich­te­te IPCC in ei­nem Son­der­be­richt ein­dring­li­che Em pfeh­lun­gen an die Staa­ten, wie ein Klim aziel von 1,5 ° C Er­der­wärm ung bis 2050 er­reich­bar wä­re. Dar­in ent­hal­ten: En­de von Koh­le­kraft­wer­ken, Re­duk­ti­on der CO2- Em is­sio­nen im Au­to­ver­kehr um 45% vom Ni­veau von 2010 und ei­ni­ge an­de­re Maß­nahm en. Die UNO- Or­ga­ni­sa­ti­on IPCC, bei der Hun­der­te Klim awis­sen­schaf­ter auf der gan­zen W elt m it­ar­bei­ten, stell­te auch an­schau­lich dar, wel­che Fol­gen ein Da­hin­wursch­teln m it fau­len Kom prom is­sen wie bis­her hät­te. Von An­stieg des Mee­res­spie­gels bis zu ver­hee­ren­den Un­wet­tern, die im m er schlim m er und un­be- re­chen­ba­rer wür­den. Ar­ten­ster­ben, Ver­step­pung wei­ter, der­zeit noch frucht­ba­rer Land­stri­che und als Fol­ge ge­wal­ti­ge Mi­gra­ti­ons­ström e. Die nächs­ten zehn Jah­re sei­en ent­schei­dend, m ei­nen die Ex­per­ten uni­so­no. Für sach­te Maß­nahm en auf frei­wil­li­ger Ba­sis sei­es zu spät.

Es braucht ei­nen kla­ren Pa­ra­digm en­wech­sel, ein ra­di­ka­les Um den­ken und ei­ne Ab­kehr vom un­be­ding­ten W irt­schafts­wachs­tum . Denn das, was m an als „ öko­lo­gi­sches W achs­tum “be­zeich­net, funk­tio­nie­re nicht oder kei­nes­falls aus­rei­chend. Die­se Fak­ten vor Au­gen tra­fen sich die zu­stän­di­gen EU- Mi­nis­ter, und m an ( BM Kös­tin­ger) war sehr stolz, sich auf ei­nen Kom prom iss von 35% we­ni­ger CO2- Em is­sio­nen bis 2030 ge­ei­nigt zu ha­ben. Deutsch­lands Au­to­in­dus­trie woll­te nur 30% ver­ein­ba­ren. Von an­de­ren Em it­ten­ten dürf­te we­ni­ger die Re­de ge­we­sen sein.

Als be­sorg­ter W el­ten­bür­ger bleibt m an m it ent­setz­tem Er­stau­nen zu­rück. Es wird welt- und EU- weit so ge­tan, als wä­ren wis­sen­schaft­li­che Fak­ten ver­han­del­bar! Es m üss­ten al­le Maß­nahm en zum Er­halt der Le­bens­be­din­gun­gen auf dem Pla­ne­ten er­grif­fen wer­den, die nö­tig sind. Dar­über darf es doch kei­ne Dis­kus­si­on ge­ben! W or­über m an ver­han­deln und spre­chen könn­te, wä­re die Form der Um set­zung. Dar­über, wie So­zi­al­sys­tem e zu si­chern sind, wie ei­ne Gesellschaft durch die ra­di­ka­len Um stel­lun­gen zu or­ga­ni­sie­ren wä­re. Über die Not­wen­dig­keit, sehr rasch CO2- neu­tral zu wirt­schaf­ten, darf es gar kei­nen Zwei­fel und auch kei­ne Ver­hand­lun­gen ge­ben. Man kann sich bes­ten­falls fra­gen, wie es denn m ög­lich war, dass die Spe­zi­es Mensch, an­geb­lich das ver­nunft­be­gab­tes­te W esen der Er­de, das Öko­sys­tem in ei­ne der­ar­ti­ge La­ge ge­bracht hat.

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