Rech­nungs­hof- Kri­tik am Ti­cket­sys­tem der ÖBB

Ta­ri­fe sind für Kun­den oft nicht durch­schau­bar

Kronen Zeitung - - Wirtschaft -

Har­sche Kri­tik übt der Rech­nungs­hof am Ta­rif­dschun­gel im ÖBB- Ti­cket­ver­triebs­sys­tem. Der Auf­bau der Platt­form war mit 131 Mil­lio­nen € mehr als dop­pelt so teu­er wie er­war­tet. Doch es kommt so­gar zu un­ter­schied­li­chen Prei­sen für die glei­che Stre­cke.

„ Beim Ti­cket­kauf wer­den wäh­rend der Preis­be­rech­nung ent­schei­den­de ta­rif­re­le­van­te In­for­ma­tio­nen nicht klar aus­ge­wie­sen“, so der Rech­nungs­hof. Da­zu ein Bei­spiel: Ei­ne Fahr­kar­te von Horn ( NÖ) nach Wi­en mit Er­mä­ßi­gung kann 10,60 € oder 12,80 € oder 13,20 € kos­ten, der Nor­mal­preis liegt bei 19,60 Eu­ro.

Grund da­für sind un­ter­schied­li­che Rou­ten und geo­gra­fi­sche Ver­bund­gren­zen. So wer­den bei man­chen Fahr­ten 2,20 € für die Wie-

ner Kern­zo­ne mit­be­rech­net, da­mit man auch die Wie­ner Öf­fis nut­zen kann.

Das von den Fahr­gäs­ten meist un­be­merk­te Spei­chern ein­zel­ner Vor­ein­stel­lun­gen im Sys­tem­hin­ter­grund führ­te – im Zu­sam­men­wir­ken mit dem Feh­len ei­ner Re­se­tFunk­ti­on – mit­un­ter zu un­er­war­te­ten Er­geb­nis­sen, heißt es im Be­richt.

Die ÖBB ga­ben an, dass sie be­reits an ei­ner ein­heit­li­chen Ta­rif­struk­tur ge­mein­sam mit den Ver­kehrs­ver­bün­den ar­bei­ten.

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