Lie­be Fran­zo­sen,

Kronen Zeitung - - Österreich -

Eu­re Re­vo­lu­ti­on, die Fran­zö­si­sche von 1789: Wie im­mer man zu ihr ste­hen mag – sie war ( und ist bis heu­te) die Re­vo­lu­ti­on der Re­vo­lu­tio­nen schlecht­hin. Hat die da­ma­li­ge Welt in ih­ren Gr­und­fes­ten er­schüt­tert, sie nach­hal­tig ver­än­dert.

Wür­de ich mir aus­su­chen kön­nen, ei­ne Epo­che mit­zu­er­le­ben, ich ent­schie­de mich für die Fran­zö­si­sche Re­vo­lu­ti­on.

Ge­or­ges Dan­ton, Ma­xi­mi­li­en Ro­bes­pierre, Charles Tal­ley­rand, Jo­seph Fou­ché und am En­de Na­po­le­on Bo­na­par­te. Die Mar­seil­lai­se. Li­ber­té, ega­lité, fra­ter­nité – Frei­heit, Gleich­heit, Brü­der­lich­keit. Die Sturm­glo­cken. Ge­schich­te! Ge­schich­te? Wer weiß. Denn was da jetzt in Eu­rem Land ab­geht, könn­te sich zu ei­ner Zwei­ten Fran­zö­si­schen Re­vo­lu­ti­on aus­wach­sen.

Hun­dert­tau­sen­de auf den Stra­ßen von Pa­ris. Ent­fes­selt, zer­stö­re­risch, zu kei­nem Kom­pro­miss be­reit.

Die Gelb­wes­ten. Ei­ne Gar­de der Ge­walt. Mo­der­ne Ja­ko­bi­ner.

Der ver­zwei­fel­te Prä­si­dent Em­ma­nu­el Ma­cron in sei­nem ab­ge­rie­gel­ten Ély­sée- Pa­last. Ein mo­der­ner Lud­wig XVI.

Eva Twa­roch, ORF- Kor­re­spon­den­tin an der Sei­ne, mit ih­rer jah­re­lan­gen Er­fah­rung in und mit Eu­rem Land kom­pe­ten­te Zeit­zeu­gin, sprach in der „ ZIB 2“er­schre­ckend glaub­haft:

„ Der An­fang vom En­de des Prä­si­den­ten.“

Soll­te sie recht be­hal­ten, wür­de die Zwei­te Fran­zö­si­sche Re­vo­lu­ti­on zwar nicht die Welt in ih­ren Gr­und­fes­ten er­schüt­tern, aber die EU.

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