Rück­kehr der Vi­ze­welt­meis­ter

Dopp­ler und Horst ge­wan­nen die Auf­takt par­tie auf der Do­nau in­sel.

Kurier - - Wirtschaft - PE­TER KARLIK

„Wo bist denn du?“, frag­te Alex­an­der Horst vor dem Pres­se­zen­trum ste­hend sei­nenPart­nerC­le­men­sDopp­ler am Te­le­fon, nach­dem er ge­gen 17.30 Uhr er­fah­ren hat­te, dass die zwei­te Par­tie des Don­ners­tags doch statt­fin­den­soll­te. Ei­neSt­un­de­zu­vor war das ge­sam­te Ge­län­de des Beach­vol­ley­ball Ma­jor-Tur­niers auf der Do­nau­in­sel­nach­ei­nem­hef­ti­genUn­wet­ter ge­räumt wor­den.

Ei­ne Ver­schie­bung al­ler Spie­le auf Frei­tag hät­te den Ter­min­plan ge­sprengt. Al­so wur­de ge­gen 18 Uhr ent­schie­den, dass auf den Ne­ben­plät­zen wei­ter­ge­spielt wird. Er­ma­co­ra/Pris­tauz und Seidl/Wal­ler muss­ten noch ein­mal an­tre­ten.

Cle­mens Dopp­ler saß zum Zeit­punkt des An­ru­fes in ei­nem Shut­tle im Stau auf der Süd­ost­tan­gen­te. Kaum wa­re­rauf­derDo­nau­in­sel­an- ge­kom­men, kam von der Tur­nier­lei­tung die In­for­ma­ti­on, dass das Spiel ge­gen Ti­jan/Che­rif aus Ka­tar doch erst am Frei­tag um 11.30 Uhr auf dem Cen­ter Court statt­fin­den­wird. In­derPar­tie geht es um den di­rek­ten Ein­zug ins Ach­tel­fi­na­le.

Im ers­ten Spiel hat­ten die Vi­ze­welt­meis­ter beim 2:1(-18,13,10) ge­gen­dieKa­na­di­er Ped­low/Schach­ter hart zu kämp­fen. Mit hoch­ro­ten Köp­fen und Eis­beu­teln im Na­cken sa­ßen die bei­den da­nach bei den In­ter­views.

Wie Schlaf­man­gel

„Das war ex­trem. Am Cen­ter Court hat es um die 60 Grad und kei­nen Wind“, sag­te Cle­mens Dopp­ler. Der 37-Jäh­ri­ge­war­froh, dass­dieKa­na­di­er we­gen der Hit­ze ein Me­di­cal Time­out ge­nom­men ha­ben. „Sonst hät­ten wir es ge­macht.“Die Wir­kung der ho­hen Tem­pe­ra­tur ver­gleicht Dopp­ler mit Schlaf­man­gel: „Im drit­ten Satz ha­be ich mich­kaum­be­we­gen­kön­nen. Du fühlst dich, als hät­test du in der Nacht kaum ge­schla­fen. Ich will nicht sa­gen, dass wir mit den Be­din­gun­gen zu­recht­kom­men, aber viel­leicht­kom­men­wir­da­mit­bes­ser zu­recht als die an­de­ren.“

Letzt­lich war es ein Ar­beits­sieg, auch dank des Pu­bli­kums. „Bei die­ser Stim­mung holst du noch ein­mal et­wa­s­aus­dir­her­aus. Auf­dem sechs­ten Ne­ben­platz bei ei­nem Tur­nier in Po­len gibst du wahr­schein­lich in ei­ner sol­chenSi­tua­tionauf.“Dopp­ler gab nach dem ers­ten Er­fol­geinauch­klei­nesGe­heim­nis preis: „Ich ha­be mir ei­nen Spick­zet­tel ge­schrie­ben. Ein Satz dar­auf war, dass uns der Wil­le tra­gen muss, wenn die Kräf­te nach­las­sen.“Da­nach ging es zu­rück ins Ho­tel­in­dieEis­wür­fel-Ba­de­wan­ne und zur Phy­sio­the­ra­pie. Und dann zu­rück zur Do­nau­in­sel. Aber zum zwei­ten Spiel soll­te es am Don­ners­tag nicht mehr kom­men.

Über­ra­schun­gen

Mar­tin Er­ma­co­ra und Mo­ritz Pris­tauz ge­wan­nen erst ge­gen­diei­ta­lie­ni­schenOlym­pia­zwei­ten Ni­co­lai/Lu­po glatt mit 2:0 (17, 16), am Abend ver­lo­ren sie ge­gen die Rus­sen Li­am/Kra­sil­ni­kow 0:2 (-18, -19). Ro­bin Seidl un­dPhil­ip­pWal­ler­ge­wan­nen ihr zwei­tes Spiel ge­gen die Schwei­zer Heid­rich/Ger­son 2:0 (20, 19) und ste­hen so­mit eben­falls in der Zwi­schen­run­de am Frei­tag.

Pu­bli­kums­ma­gnet: Alex Host ser­viert auf dem gut be­such­ten Cen­ter Court auf der Do­nau­in­sel

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