Dar­über spricht das Netz

Cham­pi­ons Le­ague. Nach der WM ist nun der wich­tigs­te Klub­be­werb im Fo­kus der Fuß­ball-Fans – auch im In­ter­net. Im Mit­tel­punkt des In­ter­es­ses steht das Ab­schnei­den der ös­ter­rei­chi­schen Klubs.

Kurier - - Sport -

Vor vier Wo­chen ist die WM in Russ­land mit dem Fi­nal­sieg von Frank­reich ge­gen Kroa­ti­en (4:2) zu En­de ge­gan­gen. Aber der Fuß­ball kennt kei­ne Som­mer­pau­se. Die Qua­li­fi­ka­ti­on für die Cham­pi­ons Le­ague, für den wich­tigs­ten Klub­be­werb der Welt, hat längst be­gon­nen – mit zwei ös­ter­rei­chi­schen Ver­ei­nen: Meis­ter Salz­burg und Vi­ze­meis­ter Sturm.

Die Gra­zer sind be­reits in der zwei­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de aus­ge­schie­den. Ge­gen Ajax Ams­ter­dam gab es zwei Nie­der­la­gen (0:2, 1:3). Von Salz­burg wur­de hin­ge­gen am Mitt­woch die Ba­sis für den Auf­stieg ins Play-off ge­legt. Die Mann­schaft von Trai­ner Mar­co Ro­se ge­wann das Hin­spiel der drit­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de ge­gen Sh­kën­di­ja Te­to­vo aus Mazedonien schluss­end­lich klar mit 3:0.

Im In­ter­net sind die User ver­hal­ten op­ti­mis­tisch: Die Salz­bur­gFans freu­en sich zwar über den Sieg, hät­ten sich je­doch ei­ne noch bes­se­re Leis­tung ge­gen den über­ra­schend star­ken Geg­ner ge­wünscht. Dar­über hin­aus sorg­te der kurz­zei­ti­ge Strom- und Sen­dungs­aus­fall we­gen ei­nes hef­ti­gen Ge­wit­ters wäh­rend des Spiels für Un­mut bei ei­ni­gen Fans.

Ge­dämpf­ter Op­ti­mis­mus

Na­tür­lich wird auch die Fra­ge dis­ku­tiert, ob sich die Salz­bur­ger im elf­ten Ver­such seit dem Ein­stieg von Red Bull im Jahr 2005 end­lich erst­mals für die Grup­pen­pha­se der Cham­pi­ons Le­ague qua­li­fi­zie­ren kön­nen. Bei den On­li­neNut­zern ist auch hier ei­ne ver­hal­ten op­ti­mis­ti­sche Grund­ten­denz vor­han­den. Die meis­ten User sind der Mei­nung, dass es Red Bull Salz­burg spie­le­risch de­fi­ni­tiv in die Grup­pen­pha­se schaf­fen kann. Ne­ga­ti­ve Kom­men­ta­re gibt es auch von je­nen, die an ei­nem Ein­zug in die Grup­pen­pha­se zwei­feln.

Das zeigt die On­line-Ana­ly­se von BG-thinktank. Die Ana­lys­ten ha­ben in den ver­gan­ge­nen 30 Ta­gen die wich­tigs­ten Fra­gen und Mei­nun­gen der User so­wie die Top-The­men zur „Cham­pi­ons Le­ague“aus der ös­ter­rei­chi­schen Per­spek­ti­ve zu­sam­men­ge­tra­gen. Bei den Sturm-Fans war die Stim- mungs­la­ge nach dem frü­hen Aus­schei­den ge­gen den Top­klub aus den Nie­der­lan­den er­war­tungs­ge­mäß ge­trübt. Ne­ben der spie­le­ri­schen Leis­tung (feh­len­des Tem­po, man­geln­de Pass­ge­nau­ig­keit) wer­den die Auf­stel­lung in den bei­den Spie­len so­wie die Zu­sam­men­set­zung des Ka­ders kri­ti­siert. Dem ge­gen­über ste­hen al­ler­dings loya­le Fans, die zu 100 Pro­zent hin­ter dem Ver­ein ste­hen.

Su­per­star Ro­nal­do

Aber die Cham­pi­ons Le­ague ist na­tür­lich auch ein Schau­lau­fen der Stars. Ei­ner, der den Be­werb in den letz­ten Jah­ren ge­prägt hat wie kaum ein an­de­rer Spie­ler, gibt auch in die­sem Som­mer viel Dis­kus­si­ons­stoff her: Cris­tia­no Ro­nal­do. Der Por­tu­gie­se ist mit 120 Tref­fern in 153 Spie­len Re­kord­tor­schüt­ze der Cham­pi­ons Le­ague. Den Ti­tel ge­won­nen hat er ins­ge­samt fünf Mal – 2008 mit Man­ches­ter Uni­ted, 2014, 2016, 2017 und 2018 mit Re­al Ma­drid.

Al­ler­dings hat er die Kö­nig­li­chen in die­sem Som­mer ver­las­sen: Ro­nal­do ist um 117 Mil­lio­nen Eu­ro Ab­lö­se von Re­al zu Ju­ven­tus Tu­rin ge­wech­selt. Auch der ita­lie­ni­sche Se­ri­en­meis­ter ist fix für die Cham­pi­ons Le­ague qua­li­fi­ziert. Der 33-jäh­ri­ge Ro­nal­do könn­te in die­ser Sai­son al­so mit ei­nem drit­ten Klub den Ti­tel in der eu­ro­päi­schen Eli­te­li­ga ge­win­nen.

Im Netz ist die Stim­mung nach dem bis­her spek­ta­ku­lärs­ten Trans­fer in die­sem Som­mer neu­tral bis po­si­tiv. Es ist klar zu er­ken­nen, dass sei­ne Fans ver­ein­s­un­ab­hän­gig hin­ter dem Su­per­star ste­hen. Be­son­ders po­si­tiv ist die Stim­mungs­la­ge na­tür­lich bei den be­ken­nen­den Ju­ven­tus-Fans. Die­se hof­fen, dass der fünf­fa­che Cham­pi­ons-Le­ague-Ge­win­ner die­ses Mal den Po­kal für ih­ren Ver­ein holt. Die Tu­ri­ner wa­ren zu­letzt 1996 Cham­pi­ons-Le­ague-Sie­ger.

Der Ver­an­stal­ter UE­FA hat den Be­werb in die­ser Sai­son üb­ri­gens noch ein­mal fi­nan­zi­ell auf­ge­wer­tet: 2,04 Mil­li­ar­den Eu­ro wer­den an die Teil­neh­mer aus­ge­schüt­tet. Al­lein das Start­geld be­trägt 15,25 Mil­lio­nen und kann auf über 50 Mil­lio­nen Eu­ro stei­gen.

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