Song Con­test auf der Kip­pe: Is­ra­el könn­te Aus­tra­gung durch Fi­nanz­streit ver­lie­ren

Kurier - - Medien - – MAT­THI­AS STE­CHER

Spe­ku­la­ti­on um Ös­ter­reich. „Kein Geld, kei­ne Ver­an­stal­tung“– die Nach­richt, die der is­rae­li­sche Fern­seh­sen­der Kan an sei­ne Re­gie­rung sen­den möch­te, könn­te kla­rer nicht sein.

Um die Aus­tra­gung des Song Con­test zu fi­nan­zie­ren, be­nö­ti­ge Kan zwölf Mil­lio­nen Eu­ro – zwölf Mil­lio­nen, die man von der Re­gie­rung ein­for­dert. Hin­ter­legt wer­den soll das Geld bei der Eu­ro­päi­schen Rund­fun­ku­ni­on, die den Song Con­test ver­an­stal­tet. Wür­de die­se Ab­si­che­rungs­sum­me nicht be­zahlt wer­den, wür­de es auch kei­nen Wett­be­werb ge­ben, so Kan. Hier sol­le die Re­gie­rung ins Spiel kom­men – de­ren Po­si­ti­on scheint je­doch fest­zu­ste­hen.

Der Sen­der sol­le den Be­trag aus ei­ge­ner Ta­sche be­zah­len, heißt es laut der Zei­tung Haa­retz von Pre­mier Ben­ja­min Ne­tan­ja­hu und Fi­nanz­mi­nis­ter Mos­he Kahlon.

Letz­te­rer mel­de­te sich am Mon­tag zu Wort: Wenn Kan den Song Con­test nicht aus­rich­ten wol­le, dann wür­de er auch nicht statt­fin­den.

Der Sen­der be­steht je­doch dar­auf, dass es sich we­ni­ger um ei­ne Fra­ge des Wol­lens als um ei­ne des Kön­nens han­de­le: Man kön­ne die Sum­me nicht zah­len, das Bud­get sei aus­ge­schöpft.

„Un­se­re De­ad­line ist mor­gen“, hieß es am Mon­tag von Kan, „wir war­ten jetzt auf die end­gül­ti­ge Ant­wort der Re­gie­rung“.

Wäh­rend in Is­ra­el dis­ku­tiert wird, bei wem nun der Ball liegt, wird im Netz ge­mut­maßt: Kä­me gar Ös­ter­reich als Er­satz-Aus­tra­gungs­ort in­fra­ge? Sol­che Fra­gen blei­ben vor­erst je­doch Spe­ku­la­ti­on: Ge­sprä­che gibt es dem Ver­neh­men nach kei­ne – auch wenn sich der ORF mit der Aus­rich­tung des Song Con­test 2015 ei­nen gu­ten Ruf er­ar­bei­tet ha­ben soll.

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