Rus­si­sche Ha­cker sol­len Re­pu­bli­ka­ner at­ta­ckiert ha­ben

Mi­cro­soft ver­ei­tel­te An­griff. Die Atta­cke galt auch kon­ser­va­ti­ven US-Denk­fa­bri­ken; Mos­kau fragt nach Be­wei­sen

Kurier - - Politik - – AR­MIN AR­BEI­TER

Der US-Soft­ware­kon­zern Mi­cro­soft hat ei­nen of­fen­bar mit der rus­si­schen Re­gie­rung in Zu­sam­men­hang ste­hen­den Ha­cker­an­griff auf­ge­deckt und ver­ei­telt. Mi­cro­soft ha­be die Kon­trol­le über sechs In­ter­net-Do­mains über­nom­men, teil­te das Un­ter­neh­men in der Nacht zu Di­ens­tag mit. „Wir un­ter­neh­men neue Schrit­te ge­gen die sich aus­brei­ten­den Be­dro­hun­gen für die De­mo­kra­tie“, schrieb Mi­cro­soft-Prä­si­dent Brad Smith auf der In­ter­net­sei­te des Un­ter­neh­mens.

Die An­grei­fer hät­ten un­ter an­de­rem die We­b­an­ge­bo­te von zwei re­pu­bli­ka­ni­schen US-Denk­fa­bri­ken ins Vi­sier ge­nom­men und sei­en auf die Pass­wör­ter von Nut­zern aus ge­we­sen.

Im No­vem­ber steht in den USA die Wahl zum Re­prä­sen­tan­ten­haus an. Nach der mut­maß­li­chen Ein­fluss­nah­me bei der US-Wahl 2016 wach­sen die Be­fürch­tun­gen, dass es zu wei­te­ren Ein­mi­schun­gen kommt. Kon­kret hat­ten die An­grei­fer In­ter­net­sei­ten ent­wi­ckelt, die de­nen des US-Se­nats, des In­ter­na­tio­na­len Re­pu­bli­ka­ni­schen In­sti­tuts so­wie des Hud­son In­sti­tuts äh­nel­ten.

Die In­sti­tu­tio­nen set­zen sich für „De­mo­kra­tie und Cy­ber­si­cher­heit“ein. Zu den Bo­ard-Mit­glie­dern des In­ter­na­tio­na­len Re­pu­bli­ka­ni­schen In­sti­tuts ge­hört un­ter an­de­ren Se­na­tor John McCain, der die Russ­land-Po­li­tik von US-Prä­si­dent Do­nald Trump scharf kri­ti­siert hat. Be­su­cher wur­den von dort zu fal­schen Adres­sen wei­ter­ge- lei­tet und nach ih­ren Pass­wör­tern und Nut­zer­na­men ge­fragt.

Bis­her gibt es kei­ne Hin­wei­se, dass die Ha­cker da­bei er­folg­reich wa­ren.

Ein Spre­cher des rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Pu­tin sag­te, er wis­se nicht, von wel­chen Ha­ckern ge­spro­chen wer­de: „Wir ver­ste­hen nicht, wel­che Be­wei­se und Grund­la­gen sie für die­se Art von Rück­schlüs­sen ha­ben.“Mi­cro­soft zeig­te sich be­sorgt, dass die Be­dro­hun­gen für ei­ne wach­sen­de Zahl von Nut­zern zu­neh­men. In sei­nem Schrei­ben mach­te Smith dar­auf auf­merk­sam, dass Mi­cro­soft im April ein neu­es Pro­gramm zur „Ver­tei­di­gung der De­mo­kra­tie“ge­star­tet ha­be. Dar­in geht es un­ter an­de­rem dar­um, Wahl­kam­pa­gnen vor Ha­ckern zu schüt­zen und Wah­len zu schüt­zen.

Cy­ber­an­grif­fe gel­ten als Be­dro­hung für Wah­len und In­fra­struk­tur

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