Wolf­gang Pu­sch­nig: Songs with Strings – part 1

Kurier - - Freizeit - – W. ROSENBERGE­R – MS – PJ – PJ – PJ

Jazz. Der Flö­tist und Ly­ri­ker am Alt­sa­xo­fon ist ein­mal mehr ganz­bei­sich: ex­pe­ri­men­tier­freu­dig­so­wie­so, mit­un­ter­me­lan­cho­lisch, im­mer me­lo­di­en­in­ten­siv, poe­tisch und vo­kal­in­stru­men­tal. Erst­mals­in­s­ei­ner­lan­gen­und­ab­wechs­lungs­rei­chen Kar­rie­re ist Wolf­gang Pu­sch­nig (Bild rechts) nach ei­nem ge­mein­sa­men Auf­tritt beim Jazz­fes­ti­val Saal­fel­den 2017 mit ei­nem Streich­quar­tett, dem auf zeit­ge­nös­si­sche klas­si­sche Mu­sik spe­zia­li­sier­ten Ko­eh­ne Quar­tett, auf CD zu hö­ren. Per­fekt ins Klang­bild passt da­bei die Stim­me von Svit­la­na Va­ra­va. Üb­ri­gens: part 2 ist be­reits auf­ge­nom­men und soll 2019 er­schei­nen – und zwar in der Be­set­zung von Saal­fel­den, al­ler­dings­umBas­sund

Schlag­zeug er­wei­tert.

In­ter­pol: The Mar­au­der

Rock. Der Sound ist noch da – zum Glück, denn er ist groß­ar­tig. Doch manch­mal bie­gen In­ter­pol in die fal­sche Rich­tung ab, was zeigt, dass mehr mög­lich ge­we­sen wä­re. Aber­wenn­al­les­zu­sam­men­spielt, dann­gib­tes­kau­met­was, das sich an­hört wie ein gu­ter In­ter­pol-Song. Und sol­che Stü­cke gibt es auch hier.

En­tAr­teOpe­ra: Vio­lin­kon­zer­te

Klas­sik. Man kann dem La­bel Gra­mo­la gar nicht­dank­bar­ge­nug­sein. Denn­in­derRei­he „En­tAr­teOpe­ra“wer­den Wer­ke der von den

Na­zis „ver­fem­ten Kom­po­nis­ten“auf höchs­ten Ni­veau prä­sen­tiert. Ak­tu­ell Vio­lin,-und Dop­pel­kon­zer­te von Et­hel Smyth, Vi­tezsla­va Ka­pral­o­va, Karl Ama­de­us Hart­mann und Bo­hus­lav Mar­ti­nu. Wich­tig!

Jo­seph May­se­der: Vio­lin­kon­zer­te

Klas­sik. Auch Ra­ri­tä­ten führt das La­bel Gra­mo­la in sei­nem um­fang­rei­chen Ka­ta­log. Et­wa die Vio­lin­kon­zer­te des ös­ter­rei­chi­schen Kom­po­nis­ten und Vir­tuo­sen Jo­seph May­se­der (1789 – 1863). Der phil­har­mo­ni­sche Gei­ger Rai­mund Lis­sy setzt sich mit Gleich­ge­sinn­ten für die Wie­der­ent­de­ckun­gMay­se­der­s­ein­und­macht­das­sehr­gut.

Me­na­hem Press­ler: Clair de lu­ne

Klas­sik. Kom­men­den De­zem­ber wird er 95

Jah­re alt, aber von Ru­he­stand kei­ne Spur. Nochim­mer­geh­tMe­na­he­mPress­ler­aufTour oder ins Stu­dio. Et­wa für Wer­ke von Claude De­bus­sy, Ga­b­ri­el Fau­ré oder Mau­rice Ra­vel, die der Pia­nist mit Hin­ga­be und gro­ßer Al­ters­weis­heit spielt. Me­na­hem Press­ler muss man nur zu­hö­ren kön­nen.

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