Die spä­te Krö­nung für Alt­star Val­ver­de

Stra­ßen­ren­nen. Der Spa­nier hol­te mit 38 sei­ne sie­ben­te WM-Me­dail­le, die ers­te in Gold

Kurier - - Sport - – CHRIS­TOPH GEILER

In ei­ner Sze­ne wur­de so rich­tig deut­lich, wel­che Höl­len­qua­len die Rad­pro­fis ges­tern in der Höt­tin­ger Höll lei­den muss­ten: Als Tour­teu­fel Di­di Senft, der be­rühm­tes­te Rad­fan der Welt, mit sei­nen 66 Jah­ren im steils­ten An­stieg im Lauf­schritt lo­cker mit den Fah­rern mit­hal­ten konn­te. Et­li­che Stars konn­ten die 28 Pro­zent stei­le Pas­sa­ge nur im Zick-Zack-Kurs be­wäl­ti­gen, ei­ni­ge muss­ten ih­re Rä­der so­gar schie­ben.

Ei­nem frei­lich schien die schwie­ri­ge Schlüs­sel­stel­le nichts an­ha­ben zu kön­nen. Ale­jan­dro Val­ver­de fuhr der­ma­ßen sou­ve­rän durch die Höll, dass der Spa­nier jetzt im sie­ben­ten Rad­fah­rer-Him­mel schwebt. „Ich ha­be schon sehr lan­ge für die­sen Ti­tel ge­kämpft“, sag­te Val­ver­de, nach­dem er sich im Ziel­sprint ge­gen Ro­main Bar­det (FRA) und den ka­na­di­schen Über­ra­schungs­mann Micha­el Woods durch­ge­setzt hat­te.

Mit Val­ver­de setz­te sich in Inns­bruck ein ech­ter WMSpe­zia­list durch. Der 38-Jäh­ri­ge hat­te zu­vor be­reits sechs WM-Me­dail­len ge­sam­melt, dies­mal ge­lang ihm end­lich die Tri­umph­fahrt. Der Spa­nier ist da­mit der zweit­äl­tes­te Welt­meis­ter nach Jo­op Zoe­te­melk (NL).

Das Aus­schei­dungs­ren­nen for­der­te sei­nen Tri­but. Et­li­che Stars und Ti­tel­an­wär­ter ka­men mit gro­ßer Ver­spä­tung oder gar nicht ins Ziel. Auch die Ös­ter­rei­cher plag­ten sich über den Kurs, „das war nicht un­ser bes­ter Tag“, sag­te Micha­el Gogl (45.), der trotz­dem zu­frie­den Bi­lanz zog. „Der Rad­sport lebt in Ös­ter­reich. Das war ei­ne un­glaub­li­che Ver­an­stal­tung.“

Alt, aber gut: Ale­jan­dro Val­ver­de wur­de mit 38 Welt­meis­ter

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