Die Wo­che der Volks­be­geh­ren

Un­ter­stüt­zung. Seit Mon­tag sind die Ös­ter­rei­cher gleich drei­fach auf­ge­for­dert, ih­re Mei­nung kund­zu­tun. Es geht ums Rau­chen, Frau­en und den ORF.

Kurier - - Erste Seite - VON BIRGIT SEISER

Ent­scheid. Der Zu­lauf zu den Äm­tern we­gen der Volks­be­geh­ren zu Rau­chen, Frau­en und ORF war am Mon­tag ste­tig. Man rech­net mit Las­tMi­nu­te-Un­ter­schrif­ten.

Für ins­ge­samt acht Ta­ge lie­gen in den Be­zirks­äm­tern im gan­zen Land der­zeit drei Volks­be­geh­ren auf: Es geht ei­ner­seits um die „Don’t Smo­ke“-Initia­ti­ve, die Rau­chen in der Gas­tro­no­mie ver­bie­ten soll. Au­ßer­dem kann man sei­ne Un­ter­schrift un­ter das Frau­en­volks­be­geh­ren und die Initia­ti­ve ge­gen ORF- Ge­büh­ren set­zen.

Im ma­gis­tra­ti­schen Be­zirks­amt in Wi­en-Neu­bau wa­ren schon Mon­tag­mor­gen ei­ni­ge Bür­ger ge­kom­men. Ob­wohl der An­drang am ers­ten Tag nicht sehr groß war, ga­ben bei ei­ner Stra­ßen­um­fra­ge des KU­RIER al­le an, dass sie im Lauf der nächs­ten Ta­ge un­ter­schrei­ben wol­len. Vie­le sag- ten au­ßer­dem, dass sie auch gleich die an­de­ren Volks­be­geh­ren un­ter­schrei­ben wol­len. Die si­mul­ta­ne Auf­for­de­rung zur Stel­lung­nah­me könn­te al­len drei Volks­be­geh­ren zu­gu­te­kom­men.

So viel En­thu­si­as­mus für Volks­ent­schei­de le­gen auch die Wäh­ler in ei­ni­gen an­de­ren Bun­des­län­dern an den Tag. In Nie­der­ös­ter­reich kam es in Wie­ner Neu­stadt zu War­te­zei­ten. Ins­be­son­de­re für das „Don’t Smo­ke“Volks­be­geh­ren sei­en be­reits vie­le Un­ter­stüt­zungs­er­klä­run­gen ab­ge­ge­ben wor­den. Auch aus dem Bur­gen­land mel­de­ten die Stadt­ge­mein­den re­ges In­ter­es­se.

Grö­ße­rer Schub

In Ei­sen­stadt sei­en et­wa schon bis in die Mit­tags­stun­den des Mon­tags rund 50 Un­ter­schrif­ten pro Volks­be­geh­ren ab­ge­ge­ben wor­den. Den eben­falls re­gen Zu­lauf in Salzburg er­klär­ten die Ver­ant­wort­li­chen des Ma­gis­trats wie folgt: „Wie wir von an­de­ren Volks­be­geh­ren wis­sen, kommt es am An­fang meist me­di­al be­feu­ert zu ei­nem grö­ße­ren In­ter­es­se. Kurz vor En­de der Ein­tra­gungs­frist folgt er­fah­rungs- ge­mäß dann noch ein­mal ein grö­ße­rer Schub an Un­ter­schrif­ten.“

In letz­ter Mi­nu­te

Wer mit sei­ner Un­ter­stüt­zung bis zur letz­ten Mi­nu­te war­ten will, soll­te sich das noch ein­mal über­le­gen: Laut der Stadt Wi­en schließt das In­nen­mi­nis­te­ri­um pünkt­lich mit En­de der Frist am Mon­tag den Ser­ver. Ein Au­ge zu­ge- drückt wer­den kann für die War­ten­den dann nicht mehr.

Wer sich nicht ex­tra auf den Weg ins Be­zirks­amt ma­chen möch­te, kann auch on­li­ne per Han­dy­si­gna­tur un­ter­schrei­ben.

Üb­ri­gens: Wer schon im Vor­feld ei­ne Un­ter­stüt­zungs­er­klä­rung ab­ge­ge­ben hat, kann sich den Weg spa­ren. Sie wird zu den Stim­men da­zu­ge­zählt.

In ei­ni­gen Be­zirks­äm­tern kam es zu War­te­zei­ten. Bis Mon­tag kann un­ter­schrie­ben wer­den

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