Ein Ab­schied in Him­mels­ruh

ORF2. „Le­na Lo­renz“bleibt, aber Patri­cia Au­litz­ky lässt nach der neu­en Staf­fel das Heb­am­men-Da­sein

Kurier - - Medien - VON CHRIS­TOPH SIL­BER

Das Le­ben als et­was stur­schä­de­li­ge Berg­heb­am­me schien ei­gent­lich auf Schie­ne. Nach vie­len, teils tur­bu­len­ten Ge­schich­ten, ei­ni­gen Schick­sals­schlä­gen und ei­nem Hei­rats­an­trag wa­ren die Se­herZah­len der ZDF/ORF- Rei­he „Le­na Lo­renz“schön und sta­bil, die Fan-Ge­mein­de eben­so ge­si­chert wie ein ge­wis­ser Pro­mi-Sta­tus.

Im Grun­de hät­te es so jah­re­lang wei­ter­ge­hen kön­nen.

Und just da sagt Patri­cia Au­litz­ky, dass es ge­nug ist …

Mit „Ba­by­glück hoch 3“, star­tet die 39-Jäh­ri­ge, heu­te, Mitt­woch, um 20.15 in ORF2 in ih­re letz­te Staf­fel als Berg­Heb­am­me. Die vier neu­en Epi­so­den ent­stan­den be­reits im ver­gan­ge­nen Jahr in den baye­ri­schen Al­pen. Zum Auf­takt geht es um Dril­lings­El­tern in der Kri­se, ein Bau­Pro­jekt und das Lie­bes­glück.

Leicht ge­fal­len sei ihr der Aus­stieg nicht, räumt Au­litz­ky ein. „Es ist ei­ne lang ge­wach­se­ne, schwie­ri­ge Ent­schei­dung ge­we­sen. Aber als Künst­le­rin brau­che ich Ve­rän­de­run­gen, das Sich-NeuEr­fin­den und Gren­zen aus­zu­lo­ten. Und das war für mich bei ‚Le­na Lo­renz‘ im­mer we­ni­ger der Fall. Ich hat­te wirk­lich Be­den­ken, ‚faul‘ zu wer­den – das woll­te ich nicht.“

Kei­ne Aus­stiegs­fol­ge

Die Fi­gur, die sie ge­prägt hat, spielt nun je­mand an­de­rer (Ju­dith Ho­ersch). „Ver­mut­lich hät­te ich mir leich­ter ge­tan, hät­te es ei­ne Aus­stiegs­fol­ge ge­ge­ben. Aber es gibt gu­te Grün­de für Pro­duk­ti­on und Sen­der, wes­halb es so ge­kom­men ist. Es war ja mei­ne Ent­schei­dung auf­zu­hö­ren, da muss ich mich nicht be­schwe­ren.“Dass man­che über ih­ren Schritt, an­ge­sichts der Un­si­cher­heit, die ihr Be- ruf mit sich bringt, den Kopf schüt­teln, kann die Wel­ten­bumm­le­rin ver­ste­hen: „Aber ich bin nicht Heb­am­me, ich bin Schau­spie­le­rin! Und das will ich le­ben.“

Die Ge­le­gen­heit da­zu hat­te sie in­zwi­schen et­wa an der Burg: An der Sei­te des Tur­bo-Mi­men Phil­ipp Hoch­mair in sei­nem „Je­der­mann re­loa­ded“gab sie die Buhl­schaft. „Es war ein tol­les Ge­fühl, wie­der ein­mal auf ei­ner Büh­ne zu ste­hen.“Aus­ge­heckt ha­ben sie das beim ge­mein­sa­men Dreh zum Kri­mi „Blind er­mit­telt“. Im Ju­ni/Ju­li stand sie wie­der­um in „Ein Som­mer in Sa­la­man­ca“fürs ZDF vor der Ka­me­ra, was zeigt, dass es trotz Aus­stiegs kein Zer­würf­nis mit dem Sen­der gibt. Au­litz­ky: „Es ist, wie er­hofft: ab­wechs­lungs­reich, über­ra­schend und des­halb bin ich ge­spannt, wie es wei­ter­geht – so ist es jetzt wie­der, wie in der Zeit vor ‚Le­na Lo­renz‘.“

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