Sys­tem auf­ge­bro­chen“

Kurier - - Interview -

ichnein. Wei­les­sich­für­das Land und die Be­völ­ke­rung aus­ge­zahlt hat.

Es war zum Bei­spiel auch sei­ne letz­te Na­tio­nal­rats­wahl2008mi­t­mehrals zehn Pro­zent für das BZÖ ein gro­ßer Er­folg.

Die FPÖ ist un­ter sei­ner Füh­rung bei der Na­tio­nal­rats­wahl 1999 mit rund 27 Pro­zent zweit­stärks­te Par­tei ge­wor­den. Es folg­te die schwarz-blaue Re­gie­rung. Er ist aber selbst nicht in die Re­gie­rung ge­gan­gen. Er und die frei­heit­li­che Mi­nis­ter­rie­ge ha­ben sich ent­frem­det, was ihn zur Grün­dung des BZÖ be­wo­gen hat. War es nicht ein Feh­ler, nicht in die Re­gie­rung zu ge­hen und als Lan­des­haupt­mann in Kärn­ten zu blei­ben?

Es wä­re na­tür­lich gut Jörg Hai­der bei der Star­nacht am Wör­t­her­see Ur­su­la Haub­ner Schwes­ter von Jörg Hai­der

ge­we­sen, wen­ner­in­dieRe­gie­rung ge­gan­gen wä­re. Aber­der­größ­teFeh­ler­war, dass er den FPÖ-Par­tei­vor­sitz zu­rück­ge­legt hat. Es wa­ren dann auch in Par­tei star­ke Strö­mun­gen, die woll­ten, dass­wirin­derOp­po­si­ti­on blei­ben sol­len. Sie mein­ten, wir ha­ben vor der Wahl 100 Pro­zent ver­spro­chen, jetzt müs­sen wir 100 Pro­zent um­set­zen. Das geht aber nicht in ei­ner Ko­ali­ti­ons­re­gie­rung. Man kann nicht re­gie­ren, wenn es Kräf­te in der ei­ge­nen Par­tei gibt, die sa­gen, ihr lässt euch über den Tisch zie­hen.

War die Grün­dung des BZÖ 2005 ein Feh­ler?

Aus der da­ma­li­gen Sicht si­cher nicht. Jörg hat ge­sagt, wir wol­len zei­gen, dass wir re­gie­ren und et­was um­set­zen kön­nen. Er war auch der Mei­nung, dass es die klas­si­schen Par­tei­en bald nicht mehr ge­ben wird. Das BZÖ soll­te ei­ne of­fe­ne Bür­ger­be­we­gung sein. Er war auch hier sei­ner Zeit vor­aus. Ei­ni­ge Jah­re spä­ter sind auch Ma­cron in Frank­reich und Kurz drauf ge­kom­men, dass das nicht schlecht ist.

Wenn­so­ei­neGa­li­ons­fi­gur wie Hai­der weg­fällt,

„Sein größ­ter Feh­ler war, dass er den Par­tei­vor­sitz zu­rück­ge­legt hat.“

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