Zu we­nig für ei­nen gu­ten Geg­ner

Na­tio­nal­team. Die Ös­ter­rei­cher konn­ten nicht wirk­lich über­zeu­gen und ver­lo­ren in Dä­ne­mark mit 0:2

Kurier - - Sport -

Noch bleibt Zeit. Erst im No­vem­ber steht das ös­ter­rei­chi­sche Na­tio­nal­team in der Na­ti­ons Le­ague ge­hö­rig un­ter Druck, weil man bei­de Spie­le – da­heim ge­gen Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na und da­nach in Nord­ir­land – ge­win­nen muss, um noch den Grup­pen­sieg und da­mit den Auf­stieg in die Li­ga A da­von zu tra­gen.

Für die­se zwei Ernst­fäl­le wur­de ges­tern in Dä­ne­mark ge­probt, das 0:2 zeig­te auf, dass es in knapp ei­nem Mo­nat ei­ner Stei­ge­rung in der Leis­tung be­darf. Ges­tern je­den­falls konn­te man nur in kur­zen Pha­sen zu­frie­den­stel­lend auf­tre­ten. Te­am­chef Fran­co Fo­da: „Wir hat­ten kei­ne Ziel­stre­big­keit in Rich­tung geg­ne­ri­sches Tor, die letz­te Ent­schlos­sen­heit hat ge­fehlt. Zwei­te Hälf­te war es bes­ser, aber ins­ge­samt zu we­nig.“

Fünf Ve­rän­de­run­gen nahm Fo­da im Ver­gleich zum Nord­ir­land-Spiel vor, im Tor durf­te Stre­bin­ger gar sein De­büt ge­ben. Das Of­fen­siv-Trio Schaub, Sa­bit­zer und Burg­stal­ler hat­te es in die­ser Form zu­letzt bei Ra­pid 2014 un­ter Trai­ner Zoran Ba­ri­sic ge­ge­ben.

An­fangs stark

Ös­ter­reich leg­te los wie von der Ta­ran­tel ge­sto­chen, Burg­stal­ler leg­te für Schöpf auf, der nach 20 Se­kun­den aus zehn Me­tern das Tor nicht traf. Der Fo­da-Elf ge­lan­gen ei­ni­ge ge­fäl­li­ge Ak­tio­nen, doch je nä­her die ge­fähr­li­chen Of­fen­siv­zo­ne kam, des­to zah­mer wur­de man. Es fehl­te ei­ner­seits die Durch­schlags­kraft, an­de­rer­seits die Prä­zi­si­on beim fi­na­len Pass, um Dä­ne­marks Go­a­lie Schmei­chel das Fürch­ten zu leh­ren. Die nächs­te Chan­ce soll­te ein Il­s­an­ker-Schuss knapp vor der Pau­se sein.

Da­zwi­schen gin­gen die Dä­nen mit ei­nem Traum­tor in Füh­rung. Ei­ne schö­ne Kom­bi­na­ti­on schloss Ler­a­ger mit ei­nem Schuss ins lin­ke Kreuz­eck per­fekt zum 1:0 ab (29.). Schla­ger und Schöpf er­wie­sen sich da­bei nicht als Stö- ren­frie­de. Mit dem Rück­stand ge­rie­ten die Ös­ter­rei­cher auch spie­le­risch in die De­fen­si­ve, die Dä­nen lie­ßen Ball und Geg­ner bes­ser lau­fen, oh­ne aber Stre­bin­ger ge­fähr­lich na­he zu kom­men, sieht man von ei­nem Poul­senKopf ball ab. Ös­ter­reich war mehr re­ak­tiv als ak­tiv.

K.o. im Fi­nish

Fo­da brach­te zur Pau­se Wim­mer und Kainz, der ei­ne Schaub-Flan­ke mit dem Kopf leicht tou­chier­te und da­mit ganz knapp das Tor ver­fehl­te. Ei­ne län­ge­re Fri­sur hät­te viel­leicht den Un­ter­schied ge­macht. Dä­ne­mark ver­mit­tel­te wei­ter das Ge­fühl, al­les im Griff zu ha­ben, Ös­ter­reich kam nur schwer in die Zwei­kämp­fe. Bei gu­ten Chan­cen von Braithwai­te und Sis­to konn­te sich De­bü­tant Stre­bin­ger aus­zeich­nen.

Mit den per­so­nel­len Wech­seln fan­den die Ös­ter­rei­cher in der Schluss­pha­se wie­der ei­nen Rhyth­mus und auch mehr Zug zum geg­ne­ri­schen Tor. Kainz zwang Schmei­chel mit ei­nem gu­ten Schuss zu ei­ner Pa­ra­de. In der 71. Mi­nu­te wur­de Marc Jan­ko ein­ge­wech­selt, er über­nahm vom aus­ge­tausch­ten Prödl so­gar die Ka­pi­täns­schlei­fe. We­nig spä­ter zeig­te er sei­ne Klas­se bei ei­nem Vol­ley­schuss. An­stel­le des Aus­gleichs fiel aber das 0:2, Braithwai­te nütz­te ei­nen Wim­mer-Feh­ler. Zum Glück war’s nur ein Test.

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