Nicht je­der Yo­ga-Stil passt für al­le

Le­bens­stil. Mit be­stimm­tenÜbun­gen kön­nen The­ra­pi­en un­ter­stützt­wer­den

Kurier - - Mein Sonntag -

Vie­le Krank­hei­ten ent­ste­hen schlei­chend und un­be­merkt – oft ist ein un­aus­ge­wo­ge­ner Le­bens­stil Aus­lö­ser da­für. Doch we­ni­geMen­schen küm­mern­sich ak­tiv um die Ge­sund­heit be­vor Be­schwer­den auf­tre­ten. Ge­ra­de der mo­der­ne Le­bens­stil for­dert zu­neh­mend sei­nen Tri­but – Stichwort Burn-out oder psy­cho­so­ma­ti­sche Er­kran­kun­gen.

Die gu­te Nach­richt: Ge­ra­de in die­sem Be­reich­kann­man­viel selbst tun. „Die Kern­kom­pe­tenz der Al­ter­na­tiv­me­di­zin liegt in Wahr­heit im Be­reich der le­bens­stil­be­zo­ge­nen Maß­nah­men“, be­tont der stu­dier­te Ge­sund­heits­wis­sen­schaft­ler Christian Wolf. „Im We­sent­li­chen geht es im­mer dar­um, dass Men­schen ei­ne Ba­lan­ce in ih­rem Le­ben brau­chen und ei­nen Aus­gleich zwi­schen den Be­las­tungs­hö­he­punk­ten schaf­fen. Mein Job ist es, in den Le­bens­stil ein­zu­grei­fen und Op­tio­nen für den All­tag auf­zu­zei­gen.“Das wä­re na­tür­lich schon nö­tig, be­vor Be­schwer­den auf­tre­ten, die Be­deu­tung stei­ge aber bei Be­schwer­den. Egal ob dies ein Schnup­fen, ein Burn-out oder ei­neChe­mo­the­ra­pie ist.

Häu­fig füh­ren Wolfs Op­tio­nen zu spe­zi­el­len Yo­ga-Übun­gen. Der 58-jäh­ri­ge Ober­ös­ter­rei­cher, Dr. Christian Wolf Yo­ga-The­ra­peut

der mit dem Kom­ple­men­tär­me­di­zi­ner As­hish Bhal­la eng­zu­sam­men­ar­bei­tet, kam­mit 14Jah­ren­zu­fäl­lig­zu­mYo­gaund prak­ti­ziert es seit­her re­gel­mä­ßig. Er hat sich über die Jahr­zehn­te mit den ver­schie­de­nen Sti­len be­schäf­tigt, ab­sol­vier­te Aus­bil­dun­gen und nutzt die­se Er­fah­run­gen in der The­ra­pie. „MitYo­gakann­manBe­hand­lun­gen sehr poin­tiert un­ter­stüt­zen un­d­denEr­folg ver­bes­sern.“

In sei­ner ur­sprüng­li­chen Struk­tur im in­di­schen Ge­sund­heits­sys­tem ist Yo­ga so et­was wie ei­ne Schwes­ter­dis­zi­plin von Ayur­ve­da. Dass Yo­ga in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zum Trend­sport­wur­de­und­vie­leGe­stress­te auf die­se aus In­di­en kom­men­de Tech­nik­set­zen, kommt­de­mEin­satz als In­stru­men­tinThe­ra­pi­en durch­aus zu­gu­te.

„Die Fra­ge ist im­mer: Wel­che Syp­to­ma­tik ver­langt nach wel­chen Übun­gen?“

Ver­schie­de­ne Tech­ni­ken

Wo­bei: „Ich hö­re oft von Kli­en­ten: Ichma­che ja eh Yo­ga. Al­ler­dings passt nicht je­des Yo­ga für je­den“, be­tont Wolf. Da wä­re zu­mBei­spiel­das­be­lieb­teHat­haYo­ga, das in vie­len Kur­sen ge­lehrt wird. „Es ist sehr kör­per­be­tont. Es gibt aber ganz an­de­re Yo­gas­ti­le, mit de­nen man et­wa durch Atem­tech­ni­ken viel be­wir­ken kann.“Al­ler­dings nicht als Kurs, son­dern in Form spe­zi­el­ler Übun­gen, die ge­nau zum je­wei­li­gen Men­schen, sei­nem We­sen­und­s­ei­nen Be­schwer­den pas­sen. „Die Fra­ge ist im­mer: Wel­che Sym­pto­ma­tik ver­langt wel­cheÜbung.“

Wolf sieht den Ein­satz von Yo­ga und Me­di­ta­ti­ons­tech­ni­ken als ei­ne Ar­tHil­fe zur Selbst­hil­fe. „Der Kli­ent wird ge­schult, ihm wer­den ei­ni­ge Übun­gen emp­foh­len. Das er­for­de­re auch die Be­reit­schaft des Be­trof­fe­nen, ak­tiv zu­wer­den. „Oft ist es schwie­rig, Qu­er­ver­bin­dun­gen zu zie­hen, dass­be­stimm­teVer­hal­tens­wei­sen zu­den ge­sund­heit­li­chen Pro­ble­men ge­führt­ha­ben.“

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