Via In­ter­net­por­tal will­ha­ben.at zur Ge­mein­de­woh­nung

Kurier - - Wirtschaft - – KID MÖCHEL

Es gibt of­fen­bar nichts, was nicht auf In­ter­net-Markt­plät­zen an­ge­bo­ten wer­den kann. Auf der Platt­form will­ha­ben.at wer­den der­zeit 72 Wie­ner Ge­mein­de­woh­nun­gen an­ge­bo­ten, auf al­le­s­kral­le.com 66 stadt­ei­ge­ne Miet­woh­nun­gen, auf der im­mo­such­ma­schi­ne.at 61 Ge­mein­de­woh­nun­gen, und selbst auf floh­markt.at fin­det man wel­che. Zum Teil wer­den Mö­bel-Ab­lö­sen in Hö­he von 3000 bis 5000 Eu­ro ver­langt.

Da­bei han­delt es sich um kei­ne „il­le­ga­len“An­ge­bo­te, wie man glau­ben könn­te. „Es steht je­dem Mie­ter frei, sei­ne Ge­mein­de­woh­nung auf will­ha­ben zu in­se­rie­ren, oder auf Face­book und Whats­App zu ver­mark­ten“, sagt Mar­kus Leit­geb vom städ­ti­schen Im­mo­bi­li­en­kon­zern Wie­ner Woh­nen zum KU­RI­ER. „Je­der kann sich ei­nen Nach­mie­ter su­chen. Da­bei muss aber klar sein, dass es sich um ei­ne Di­rekt­ver­ga­be­woh­nung han­delt, und der Nach­mie­ter muss ein ent­spre­chen­des Wohn­ti­cket vor­wei­sen kön­nen.“Das heißt: Der Nach­mie­ter muss ei­nen Vor­merk­schein ha­ben, der die­ser Woh­nungs­grö­ße (Zim­mer­an­zahl) ent­spricht. An­recht auf die an­ge­bo­te­ne Woh­nung ha­ben al­le In­ter­es­sen­ten mit der glei­chen Vor­merk­frist und Woh­nungs­grö­ße.

Ei­ne Vor­rei­hung durch die pri­va­te Nach­mie­terSu­che im In­ter­net kann nicht er­fol­gen. Und es dür­fen nur bis zu 5000 Eu­ro Ab­lö­se ver­langt wer­den. Ver­ge­ben wird sie am En­de von Wie­ner Woh­nen, die 200.000 Ge­mein­de­woh­nun­gen be­treut.

Dass ein Mak­ler ei­ne Woh­nung im Karl-Seitz-Hof mit ei­nem auf drei Jah­re be­fris­te­ten Miet­ver­trag an­bie­tet, hält Leit­geb für ei­nen Irr­tum. Die Ver­trä­ge von Wie­ner Woh­nen sind un­be­fris­tet.

Wei­ter­ga­be.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.