Mehr „Net­t­as“für die Bun­des­haupt­stadt

Kurier - - Menschen -

Egal­ob­vor, wäh­rend oder zwi­schen­denStoß­zei­ten: Die Öf­fis in­derBun­des­haupt­stadt sind meist ziem­lich­vol­l­und­dieFahr­gäs­te al­les an­de­re als fröh­lich. Oderand­er­sun­dun­char­man­ter aus­ge­drückt: Hand­fes­ter Grant paart sich nicht all zu sel­ten­mit la­ten­ter Mie­sel­sucht.

Ge­spro­chen­wird­nur in­sHan­dy. Und­das da­für meist­nerv­töt­end­laut. Um­so­meh­r­er­freut es, wenn ma­nin all­de­mT­ru­bel ein freund­li­ches Ge­sicht er­blickt, das da­zu auch­noch­prak­ti­scheTipps­wei­ter­gibt. In­de­mes et­wa ei­neG­rup­pe­vonWi­en-Tou­ris­ten auf die Klapp­sit­ze in derStra­ßen­bahn mit­den Wor­ten „Wanns sitz’nwoll’n, müs­sen’s des­net­ta obi­druckn“, auf­merks­am­macht.

„Net­ta?“, der in Ober­ös­ter­reich­recht häu­fig be­nutz­teAus­druck für das hoch­deut­sche „nur“, ist in­Wi­en­weit­ge­hen­dun­be­kann­t­und­da­her nur recht sel­ten­zu hö­ren. EinWort, das aberMen­schen, die seit vie­len Jah­ren frei­wil­lig­imWie­ner „Exil“le­ben, an­die Spra­che ih­rer Kind­heit­un­dJu­gen­der­in­nert. Und­heim­lich­wünscht­man­sich­dann­mehr­freund­li­che„ in derBun­des­haupt­stadt­und­nimmt si­chauch­fest vor, den nächs­tenHei­mat­ur­laub nicht mehrall­zu lan­ge auf­zu­schie­ben.

her­bert.gart­[email protected]­ri­er.at

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