Ter­ror­vor­wurf be­schert FPÖ 12.000 Eu­ro Stra­fe

Kurier - - WIEN -

Pro­zess. Ei­ne Ver­ur­tei­lung in ers­ter In­stanz ha­ben die bei­den FPÖ-Gran­den Jo­hann Gu­de­nus und Ha­rald Vilims­ky ih­rer Par­tei bei Ge­richt be­schert. Die bei­den sol­len im Vor­jahr Ober­ös­ter­reichs In­te­gra­ti­ons­lan­des­rat Ru­di An­scho­ber (Grü­ne) im In­ter­net als Un­ter­stüt­zer ei­nes an­geb­lich af­gha­ni­schen Ter­ror­sym­pa­thi­san­ten ver­un­glimpft ha­ben. Ein Wie­ner Ge­richt ver­don­ner­te die FPÖ am Mon­tag nicht rechts­kräf­tig zu 12.000 Eu­ro Buß­geld. Gu­de­nus und Vilims­ky wol­len in Be­ru­fung ge­hen.

„Der Rechts­staat funk­tio­niert. Das Wich­tigs­te ist, dass an dem zu Un­recht be­schul­dig­ten Lehr­ling nichts pi­cken bleibt“, kom­men­tier­te An­scho­ber das Ur­teil ge­gen­über dem KU­RI­ER. Er sei über­zeugt, auch im Be­ru­fungs­ver­fah­ren zu ge­win­nen.

Hin­ter­grund war die Atta­cke der FPÖ-Wi­en ge­gen den Asyl­wer­ber El­taf H., der in OÖ ei­ne Leh­re ab­sol­viert. Gu­de­nus und Vilims­ky woll­ten auf des­sen Face­book-Sei­te im In­ter­net ent­deckt ha­ben, dass El­taf An­hän­ger der is­la­mi­schen Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on „Li­wa Fa­te­miy­oun“wä­re. Bin­nen kur­zer Zeit stell­te sich aber her­aus, dass der jun­ge Mann ver­wech­selt wor­den war. An der Ge­schich­te ha­be nichts ge­stimmt, kom­men­tier­te der Rich­ter am Pro­zess am Mon­tag.

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