In Brüs­sel will nie­mand mehr mit The­re­sa May ver­han­deln

Kurier - - Politik -

Ir­gend­wann in den nächs­ten Ta­gen wird die bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­te­rin wie­der in Brüs­sel ein­tref­fen. Doch ih­re Hoff­nun­gen, aber­mals über den Aus­tritts­ver­trag der Bri­ten von der EU zu ver­han­deln, wer­den sich nicht er­fül­len. „No, no, no“, heißt es da­zu von Sei­te der Kom­mis­si­on eben­so wie von den EU-Staa­ten. „Es wird nicht neu ver­han­delt“, sprach Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Je­an-Clau­de Juncker am Mitt­woch Kl­ar­text.

Diens­tag Nacht hat­te sich The­re­sa May das Man­dat für Nach­ver­hand­lun­gen von ih­rem Par­la­ment ge­holt. Nun will sie ein ein­sei­ti­ges Kün­di­gungs­recht für die so­ge­nann­te Back­stop-Re­ge­lung im Br­ex­it-Ab­kom­men vor­schla­gen. In Brüs­sel aber will man da­von nichts hö­ren.

Al­len vor­an Ir­land lehnt dies ka­te­go­risch ab. Da­bei kom­men auf Ir­land die größ­ten Pro­ble­me zu. Denn steigt Lon­don am 29. März oh­ne ein ge­re­gel­tes Ab­kom­men aus der EU aus, geht am nächs­ten Tag ei­ne har­te Gren­ze zwi­schen Ir­land und dem zum Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich ge­hö­ren­den Nord­ir­land hoch.

Br­ex­it. EU-Bür­ger

Die EU treibt in­des ih­re Maß­nah­men für den Fall ei­nes har­ten Br­ex­it vor­an. Dem­nach sol­len die in Groß­bri­tan­ni­en ge­sam­mel­ten Pen­si­ons­an­sprü­che von EU-Bür­gern in den üb­ri­gen EU-Staa­ten be­rück­sich­tigt wer­den. Auch Eras­mus-Stu­den­ten dür­fen ihr Aus­lands­se­mes­ter stö­rungs­frei be­en­den: Am 30. März wer­den sich in Groß­bri­tan­ni­en 14.000 Eras­mus­stu­den­ten aus den 27 EU-Staa­ten be­fin­den und 7000 bri­ti­sche in der EU.

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