Für Westach­se ist Tür­kis-Blau nicht aus­ge­macht

ÖVP-Lan­des­haupt­leu­te. Her­bert Kickl und die Ibi­za-Af­fä­re als Hür­de: „Ball liegt bei der FPÖ“

Kurier - - Politik -

Die drei Lan­des­haupt­leu­te der „Westach­sen“-Bun­des­län­der Vor­arl­berg, Ti­rol und Salz­burg se­hen ei­ne wei­te­re tür­kis-frei­heit­li­che Zu­sam­men­ar­beit kei­nes­wegs als aus­ge­mach­te Sa­che. Al­le drei ge­hö­ren der ÖVP an.

Vor­arl­bergs Re­gie­rungs­chef Mar­kus Wall­ner macht bei der FPÖ „man­geln­des Un­rechts­be­wusst­sein“aus, Ti­rols Lan­des­haupt­mann Gün­ther Plat­ter be­tont, dass es nicht auf die „Far­be“, son­dern auf die Per­so­nen an­kom­me.

Da­nach be­fragt, ob ExFPÖ-In­nen­mi­nis­ter Her­bert Kickl noch Platz in der nächs­ten Bun­des­re­gie­rung fin­den könn­te, stellt Wall­ner fest: „Das ‚Ibi­za-Vi­deo‘ ist noch nicht auf­ge­ar­bei­tet.“Die Vor­wür­fe sei­en gra­vie­rend, er, Wall­ner, war­te auf die Auf­klä­rung, wer was un­ter wel­chen Um­stän­den ge­sagt und ge­meint ha­be. „Der Ball liegt nicht bei uns, son­dern bei der FPÖ“, sagt Wall­ner.

Ver­läss­lich­keit nö­tig

Plat­ter meint, ent­schei­dend sei, dass man sich auf die Per­so­nen des Re­gie­rungs­part­ners ver­las­sen kön­ne, auch in der zwei­ten Rei­he: „Es braucht ver­läss­li­che Per­so­nen auch im Par­la­ment.“

Salz­burgs Wil­fried Has­lau­er er­klärt zu Kickl, dass für Bun­des­prä­si­dent Alex­an­der Van der Bel­len Kickl als In­nen­mi­nis­ter nicht mehr in­fra­ge kom­me. Er neh­me an, dass das auch für das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um gel­te.

Aus­ge­löst hat die De­bat­te Ex-ÖVP-Mi­nis­ter Ger­not Blü­mel. Im Sonn­tags-KU­RI­ER sag­te Blü­mel, „wurscht, auf wel­chem Ses­sel Kickl sitzt, das geht sich nicht aus“. Die FPÖ müs­se sich vom „so­zia­lis­tisch-na­tio­na­lis­tisch an­ge­hauch­ten Dik­tum der so­zia­len Hei­mat­par­tei“lö­sen. FPÖ-Ge­ne­ral­se­kre­tär Ha­rald Vilims­ky ant­wor­te­te, die FPÖ las­se sich nicht in ein Ho­fer­und Kickl-La­ger spal­ten.

Ibi­za-Vor­wür­fe sind gra­vie­rend: Lan­des­haupt­mann Wall­ner

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