Tho­mas Bern­hard im Mu­se­um

Kurier - - Menschen -

Der Um­stand, dass je­mand mit Zu­cker-In­dus­trie­saft­erl zum Mul­ti­mil­lio­när ge­wor­den ist oder ein an­de­rer mit un­sin­ni­gen Sport­mo­tor­rä­dern, be­deu­tet ja nicht, dass die­se Mul­ti­mil­lio­nä­re auch mit ih­rem Le­ben et­was an­zu­fan­gen wis­sen. Die an­de­re Sei­te ist, dass die­se Mul­ti­mil­lio­nä­re in ihrer Mul­ti­mil­lio­närs­lang­wei­le ih­re Alt­her­ren-An­ge­be­rei­en nicht aus der ei­ge­nen Ta­sche be­zah­len, son­dern sich von der so­ge­nann­ten öf­fent­li­chen Hand fi­nan­zie­ren las­sen. So lässt sich der ei­ne seine Ben­zin­be­geis­te­rung vom Staat, dar­un­ter vom ös­ter­rei­chi­schen Bun­des­heer fi­nan­zie­ren. Und der an­de­re sei­nen Motorrad-Ver­kaufs­raum un­ter der per­ver­sen Be­zeich­nung „Mu­se­um“vom oö. Kul­tur­bud­get. Das Bun­des­heer kann sich zwar die Platz­pa­tro­nen für die Sol­da­ten nicht mehr leis­ten, aber die so­ge­nann­te Red Bull Air Po­wer. Die Kul­tur kann ih­re Thea­ter und Mu­se­en nicht mehr fi­nan­zie­ren, aber ei­nen Motorrad-Aus­stel­lungs­raum. In Mat­tig­ho­fen! Dass die stumpf­sin­ni­gen Ober­ös­ter­rei­cher die­se Leu­te den­noch im­mer wie­der wäh­len, neh­men wir zur Kennt­nis, aber dass es in Ober­ös­ter­reich nie­man­den gibt, der auf die­sen Um­stand als Un­ge­heu­er­lich­keit hin­weist, ist ei­ne Per­ver­si­tät, den­ke ich.

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